Messen, richten, kontrollieren

Redakteur: Markus Lauer

Die Anforderungen an Fahrzeug-Vermessungssysteme haben sich verändert. Mit computergesteuerten Anlage, können die Werkstätten die Reparatur der Fahrzeuge kontrollieren.

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Das elektronische Messsystem Naja von Celette ist eine computergesteuerte Anlage, mit der die Werkstatt die Reparatur der Fahrzeuge kontrollieren kann. Sie ist für Vermessungen zur Diagnose und Reparatur aller Fahrzeuge mit und ohne Ausbau der Aggregate geeignet. Ein zusätzliches Symmetrieprogramm erlaubt es, Punkte wie Achskörper, Querlenker, Rücklichtaufnahmen und Seitenteile zu vermessen. Ein farbiges Kontrollblatt dokumentiert die Messdaten. Das Messsystem lässt sich in jede Celette-Richtbank oder in den fahrbaren Aufnahmebalken Gazelle zur Schadendiagnose oder Endkontrolle in wenigen Minuten integrieren.

Das Unternehmen Blackhawk stellt das Messsystem Shark SH 9.14 B 8“ aus. Mit ihm kann eine Werkstatt den Schaden während der Instandsetzung elektronisch vermessen und somit die Veränderungen beim Richtvorgang kontrollieren. Die Deformation zeigt das System optisch an und dokumentiert sie auf Wunsch mit einem Farbausdruck. Das elektronische Vermessungssystem lässt sich für die Diagnose und Reparatur einsetzen. Bis zu zwölf Punkte (Durchschnitt zirka acht Sender) vermisst es gleichzeitig. Dadurch erkennt der Anwender sofort alle Veränderungen am Fahrzeug während des Richtvorgangs.

Auch die elektronischen Messsysteme von Car-O-Liner können Werkstätten zur Diagnose und Reparatur einsetzen.

System unterm Auto

Das Modell Carotronic-Vision-X3 vermisst das Fahrzeug an über 80 Messpunkten. Grundlage des Systems ist ein Messschlitten, der auf einer Schiene unter dem Fahrzeug entlangläuft und so das ganze Fahrzeug von unten und von oben bis auf das Dach in einem Durchgang vermisst.

Die Werkstatt kann das System für eine reine Diagnose auf einer Hebebühne einsetzen oder für die eigentliche Rahmenreparatur auf jeder handelsüblichen Richtbank. Alle Messergebnisse kann man dank der Internetanbindung direkt vom Arbeitsplatz aus an die Versicherung schicken oder an die eigene digitale Reparaturakte anfügen.

Dem Anwender stehen Daten von über 12.000 Fahrzeugen permanent online zur Verfügung. Das heißt, neue Datensätze oder Änderungen kann er sofort mit einem Mausklick vom Zentralserver laden. Das Fahrzeug kann der Anwender über eine Auswahlliste oder direkt über eine Fahrgestellnummerabfrage auswählen.

Die dritte Generation des Messsystems Contact EVO von Carbench arbeitet mit Bluetooth-Technik. Es ist mit Gelenkarmen ausgestattet und lässt sich schnell und einfach auf der Richtbank einsetzen oder aber mit einem höhenverstellbaren Dreifuß ausstatten. Der Aktionsradius ermöglicht es, das Fahrzeug ohne abzusetzen in einem Arbeitsgang zu vermessen.

Ohne Adapter messen

Es kommen keine Adapter zum Einsatz, sondern lediglich ein Kugel- oder ein Spitztaster, der sich in drei verschiedene Richtungen bewegen lässt. In der Contact-Datenbank sind alle wichtigen Fahrzeugmodelle gespeichert. Das Messprogramm Car-Vision führt den Anwender schnell und einfach durch alle notwendigen Arbeitsschritte. Der fünfachsige Gelenkarm und der höhenverstellbare Dreifuß (700 bis 1.200 Millimeter) erlauben es, die Seite, das Dach, den Motorraum und die Stoßdämpfer zu vermessen, ohne den Dreifuß zu bewegen.

Das System lässt darüber hinaus auch freie Messungen zu. Die Werkstatt kann also auch Punkte vermessen, die nicht in der Datenbank angegeben sind.

Damit sich keine Fehler einschleichen, wird der Benutzer durch die Vermessung geführt: Das System zeigt beim Abtasten den zu vermessenden Punkt automatisch an und ein Signalton ertönt, sobald man sich dem Zielpunkt nähert. Alle gemessenen Punkte werden grün (innerhalb) oder rot (außerhalb der Toleranz) angezeigt.

Das Programm „geleitete Reparatur“ zeigt dem Benutzer mithilfe einer Zielscheibe, wie ein verschobener Messpunkt, der außerhalb der Toleranz liegt, wieder in den Toleranzbereich gebracht wird. Sobald der Punkt das Zentrum der Zielscheibe erreicht hat, werden alle Zahlen grün und ein akustisches Signal ertönt.

Alle Soll-Werte im Contact-Messsystem haben die Automobilhersteller übermittelt. Das heißt, sie wurden nicht über den alternativen Weg gefunden, bei dem der Mechaniker ein Auto vermisst und aus den Ergebnissen ein Datenblatt erstellt. Das Contact-Messgerät wiegt weniger als 13 Kilogramm und kann mit der gesamten Car-Bench-Ausrüstung kombiniert werden.

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