Dekra-Fahrradstudie Mit dem Fahrrad in die Kfz-Werkstatt?

Von Cara Stibolitzki 1 min Lesedauer

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Aus einer aktuellen Befragung von Dekra und Ipsos geht hervor, dass rund zwei Drittel der Deutschen auf eine regelmäßige Wartung ihres Fahrrads in einem Fachbetrieb verzichten. Mit Blick auf die Kundenbindung könnten Kfz-Betriebe durchaus davon profitieren, ihr Serviceangebot für Zweiräder auszubauen.

Das Fahrrad im Fachbetrieb checken zu lassen ist für die meisten Radler längst keine Selbstverständlichkeit.(Bild:  sp-x)
Das Fahrrad im Fachbetrieb checken zu lassen ist für die meisten Radler längst keine Selbstverständlichkeit.
(Bild: sp-x)

Fahrradsicherheit wird hierzulande nicht besonders groß geschrieben. Das ergab eine Studie von Dekra und dem Marktforschungsinstitut Ipsos: 64 Prozent der insgesamt 1.000 befragten Radfahrer lassen ihr Zweirad nicht regelmäßig von einem Fachbetrieb durchchecken. Etwa 40 Prozent der Neinsager überprüfen und reparieren ihr Fahrrad nach eigener Aussage selbst; bei Pedelecs und E-Bikes ist der Do-it-yourself-Anteil geringer.

Was die Wartung ihres Zweirads betrifft, verfügt die Mehrheit der Fahrradbesitzer (58 Prozent) nicht über einen Stammbetrieb (zum Vergrößern bitte anklicken).(Bild:  Dekra)
Was die Wartung ihres Zweirads betrifft, verfügt die Mehrheit der Fahrradbesitzer (58 Prozent) nicht über einen Stammbetrieb (zum Vergrößern bitte anklicken).
(Bild: Dekra)

Von den Kunden, die ihr Rad in eine Werkstatt bringen, wenden sich nur 42 Prozent an ihren Stammbetrieb – ein Ansatzpunkt für Kfz-Betriebe, Serviceleistungen für Fahrräder auszubauen und sich bei ihren Kunden für den Posten als Stammbetrieb zu qualifizieren. Wer bei der Wartung seines Zweirads gute Erfahrungen mit einem Betrieb gemacht hat, wird wahrscheinlich auch sein Auto zu dieser Werkstatt bringen.

Was sich Kunden wünschen

Die Fahrradbesitzer wurden auch hinsichtlich ihrer Erwartungen an Fachbetriebe befragt: 38 Prozent ist eine professionelle Beratung im Schadenfall am wichtigsten. Darauf folgen mit 29 Prozent geschultes Personal im Umgang mit Pedelecs und E-Bikes sowie die Möglichkeit eines Mobilitätsersatzes. Die Online-Terminvereinbarung wird mit 28 Prozent immer populärer. Jedoch bieten nur 19 Prozent der Fachbetriebe der Befragten diese Option an. Hier besteht also Nachholbedarf seitens der Werkstätten.

Ein Viertel der Fahrradbesitzer wünscht sich im Bedarfsfall zudem eine vollständige Schadensabwicklung durch den Betrieb. Die vermehrte Nachfrage nach Schadengutachten in den vergangenen Jahren ist laut Dekra mit der wachsenden Zahl hochpreisiger (E-)Fahrräder auf dem Markt keine Überraschung. Als entsprechende Reaktion darauf hat die Prüfgesellschaft in jeder ihrer 74 Niederlassungen in Deutschland ausgebildete Fahrrad-Sachverständige eingesetzt.

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