Antriebstechnik Mit nur 48 Volt auf dem Weg zum Vollhybrid

Von Gernot Goppelt 7 min Lesedauer

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Der Autozulieferer Magna hat Hybridantriebe mit 48-Volt-Technik in der seltenen P2.5-Bauart entwickelt. Die Produkte 7 HDT 300 und 7 HDT 400 sind bei BMW und Stellantis seit 2022 in mehreren Modellen in Serie. Was machen sie anders als die Konkurrenz?

Das Innenleben des Magna 7 HDT 400: In der Mitte oben befindet sich der in das Getriebe integrierte Elektromotor. Die Schrägvergzahnung der Radsätze weist auf das höhere übertragbare Drehmoment hin.(Bild:  Magna)
Das Innenleben des Magna 7 HDT 400: In der Mitte oben befindet sich der in das Getriebe integrierte Elektromotor. Die Schrägvergzahnung der Radsätze weist auf das höhere übertragbare Drehmoment hin.
(Bild: Magna)

In den letzten Jahren haben sich nicht nur Elektroautos zunehmend durchgesetzt, sondern auch – mit weniger Tamtam – Hybridfahrzeuge unterschiedlicher Couleur. Zum langjährigen Platzhirsch Toyota gesellten sich viele andere Hersteller mit eigenen technischen Ansätzen. Europäische Hersteller setzten stark auf 48-Volt-Hybride. Bei Hochvolt-Vollhybriden engagieren sie sich bisher nur wenig – eine Ausnahme ist der E-Tech-Antrieb von Renault. Für die 48-Volt-Hybride gibt es aber durchaus gute Argumente:

Zunächst spielen die europäischen Marktverhältnisse eine Rolle, da es zum Beispiel anders als in Asien deutlich mehr Überlandfahrten mit höherem Tempo gibt. Das heißt, der volle Effizienznutzen eines Vollhybrids, der vor allem im Teillastbereich zum Tragen kommt, erschließt sich nicht unbedingt für alle Fahrer. 48-Volt-Hybride sind aber deutlich günstiger in der Produktion und beim Service. Da sie unter der 60-Volt-Grenze liegen, die spezielle Maßnahmen zum Berührungsschutz erfordert, sind sie auch einfacher zu warten.