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Wie hat sich das Fahrzeugangebot 2016 qualitativ verändert? Welche Segmente sind gewachsen, welche geschrumpft?
Natürlich boomen die SUVs. Die Entwicklung überträgt sich aus dem Neuwagengeschäft auf den gesamten Markt. Die Zahl der inserierten Fahrzeuge in diesem Segment ist im vergangenen Jahr um 31 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Wachstum gab es aber über alle Segmente hinweg. Am wenigsten profitieren konnten die „Minis“ mit einem Plus von 2,8 Prozent. Die Kompaktklasse wuchs um 4,8 Prozent, die obere Mittelklasse um 10,9 Prozent. Wir gehen davon aus, dass der Aufwärtstrend vorerst anhält. Die gute Entwicklung des Neuwagengeschäfts wird sich erst allmählich in den Gebrauchtwagenbereich übertragen.
Und wie entwickeln sich Angebotspreise und das durchschnittliche Fahrzeugalter?
Die Preise ziehen an – im vergangenen Jahr um 6,3 Prozent. Das hängt natürlich damit zusammen, dass die angebotenen Fahrzeuge immer jünger werden. Das Durchschnittsalter von Gebrauchtwagen lag 2016 bei 42,3 Monaten. Dies waren 1,5 Prozent weniger als im Vorjahr.
Ein wichtiges Thema ist noch immer die VW-Abgasproblematik. Wie hat sich diese auf die Nachfrage nach Fahrzeugen mit Dieselantrieb insgesamt ausgewirkt, wie bei den einzelnen VW-Konzernmarken?
Seit Bekanntwerden der Abgasproblematik entwickelt sich langsam ein Trend, der alle Marken betrifft: Bei den Neuwagen verändert sich die Nachfrage hin zu Modellen mit Ottomotor. Die Nachfrage nach Dieselmodellen ging um zehn Prozent zurück, bei Benzinern beobachteten wir knapp neun Prozent mehr Seitenaufrufe. Bei den Gebrauchtwagen hingegen hat sich die Nachfrage kaum verändert. Aber das Angebot ist spürbar größer. 2016 wurden 17 Prozent mehr Dieselfahrzeuge der Marke VW angeboten und 5,3 Prozent mehr Benziner. Bei Audi, Seat und Skoda wuchs das Fahrzeugangebot sogar noch stärker.
Gab es bei Dieselfahrzeugen aus dem VW-Konzern einen Preisrutsch?
Ganz klar, wir haben bei den betroffenen Fahrzeugen der Marke Volkswagen einen Preisrückgang um mehr als 5 Prozent verzeichnet, während der Preisrückgang bei Dieselfahrzeugen insgesamt bei 0,3 Prozent lag. Bei Seat gingen die Preise um 1,9 Prozent zurück. Audi und Skoda verzeichneten bei uns hingegen sogar Preisanstiege um 6,2 und 4,5 Prozent.
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