Mobile.de verkauft alle elf Sekunden ein Auto

Autor / Redakteur: Stephan Maderner / Dipl. sc. Pol. Univ. Stephan Maderner

Die Umsätze und Verkäufe über den Online-Marktplatz Mobile.de sind einer GfK-Studie zufolge deutlich gestiegen. Nach dem Ende der Umweltprämie springt die Gebrauchtwagen-Nachfrage wieder deutlich an.

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Nach einer aktuellen GfK-Studie ist das Handelsvolumen für Kfz-Verkäufe über den Online-Marktplatz Mobile.de im Jahr 2008 auf 26,8 Milliarden Euro gestiegen. Das entspreche einem Plus von 31,3 Prozent gegenüber dem Ergebnis im Jahr zuvor, sagte Stefan J. Gaul, Senior Director Sales & Advertising Mobile.de im Gespräch mit »kfz-betrieb ONLINE« auf der IAA in Frankfurt.

Laut der GfK-Studie realisierten Pkw-Händler, die ihre Fahrzeuge bei Mobile.de und weiteren Fahrzeugbörsen einstellten, durchschnittlich 38 Prozent ihrer Verkäufe über Mobile.de – das sind zwei Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. „Damit verkaufen wir alle elf Sekunden ein Fahrzeug über unseren Online-Kanal“, so Gaul. Das Internet als Vertriebskanal gewinne im Automobilsektor weiter an Bedeutung. Mobile.de sind deutschlandweit inzwischen über 35.000 Händler angeschlossen.

Zudem ergab die Studie, dass der Anteil der über Mobile.de veräußerten Fahrzeuge je nach Betriebsgröße variiert. Die Spanne reicht von 32 Prozent bei Händlern mit mehr als 100 Gebrauchtfahrzeugen bis hin zu 55 Prozent bei Händlern mit weniger als 20 Fahrzeugen.

Viele Verkäufe ins Ausland

Ein starkes Gewicht hat laut der GfK-Studie der Handel ins Ausland: 26 Prozent der Fahrzeuge, die Händler über Mobile.de verkaufen, gehen an ausländische Käufer, davon 29 Prozent nach Polen, elf nach Rumänien, acht nach Russland und je sieben Prozent nach Frankreich und Italien. Auf den grenzübergreifenden Handel hat die Mobile International GmbH bereits reagiert und in Polen und Rumänien eigene Marktplätze gelauncht.

„Nach dem Auslaufen der Abwrackprämie zieht unser GW-Geschäft noch stärker an als bisher“, bestätigt Stefan Gaul. Auf der IAA kritisierte der Mobile-Manager die Hersteller und Importeure, dass sie bei den Werbekostenzuschüssen (WKZ) für die Händler das Thema Internet häufig ausklammern würden. Dabei ließe sich durch die Erhöhung der Werbeausgaben im Internet das Gebrauchtfahrzeug-Business nachhaltig ankurbeln.

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