Jungunternehmer treffen Politiker Neue Plattform für Chefs aus dem Autohaus

Von Doris S. Pfaff 2 min Lesedauer

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Unter der Titel „Mobility Rockstars meets Politics“ bietet der ZDK ein neues Forum für Jungunternehmer und Bundestagsabgeordnete. eim ersten Treffen in Berlin standen die Themen Elektromobilität und Networking im Vordergrund.

Am Treffen mit den Jungunternehmern nahmen die Bundestagsabgeordneten Hannes Walter (v.l.) Chantal Kopf, Dr. Christoph Ploss (4. v.l.) und Nicole Bauer (r.) teil. ZDK-Geschäftsführer Jürgen Hasler (M.) begrüßte dazu in Berlin rund 30 Teilnehmer.(Bild:  ZDK)
Am Treffen mit den Jungunternehmern nahmen die Bundestagsabgeordneten Hannes Walter (v.l.) Chantal Kopf, Dr. Christoph Ploss (4. v.l.) und Nicole Bauer (r.) teil. ZDK-Geschäftsführer Jürgen Hasler (M.) begrüßte dazu in Berlin rund 30 Teilnehmer.
(Bild: ZDK)

Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) hat mit neopartners eine neue Plattform „Mobility Rockstars meets Politics“ geschaffen, die Jungunternehmer aus der Automobilbranche und junge Bundestagsabgeordnete zusammenbringt. Mitte Oktober trafen sich auf Einladung des ZDK rund 30 Vertreter der Automobilwirtschaft und Abgeordnete von CDU/CSU, SPD, Grünen und FDP in Berlin, um über aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der Branche zu diskutieren.

Das zentrale Ziel der Veranstaltung war es, durch direkten Kontakt ein besseres Verständnis zwischen Bundestagsabgeordneten und jungen Unternehmern aus den Autohäusern zu fördern. Die Themen der Automobilbranche sowie die Herausforderungen des Kfz-Gewerbes standen dabei im Vordergrund. Dr. Sandra Detzer, Obfrau im Wirtschaftsausschuss im Deutschen Bundestag von Bündnis 90/Grüne, und Fabian Griewel, Mitglied im Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestages von der FDP, diskutierten unter dem Titel „Wie gelingt bezahlbare Mobilität in Deutschland?".

Elektromobilität müsse gefördert werden, positionierte sich Detzer und hält eine neue Förderung für vonnöten. Die müsse aber der deutschen Autobranche und nicht den chinesischen Unternehmen zugutekommen. Griewel ergänzte, dass Technologieoffenheit für die Verkehrswende von entscheidender Bedeutung sei. Einigkeit herrschte darüber, dass die Branche Planungssicherheit und einen klaren Fahrplan benötigt, was einen eindringlichen Appell an die Politik darstellt.

In einer Diskussionsrunde mit Daniel Rieger, Bereichsleiter Klimaschutz und Umweltpolitik, vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) unter der Moderation von Jürgen Hasler, Geschäftsführer Politik und Kommunikation ZDK, stellten die Jungunternehmer ihre Sichtweise und Bedenken vor.

Unter dem provokanten Titel „Zerstört die Verkehrswende den Wirtschaftsstandort Deutschland – oder gibt es auch Chancen?“ Schließlich bezogen Dr. Christoph Ploß (CDU), Chantal Kopf (Bündnis 90/Grüne), Hannes Walter (SPD) und Nicole Bauer (FDP) Stellung und erläuterten die Herausforderungen der Verkehrswende und ihre Auswirkungen auf den Wirtschaftsstandort Deutschland.

Technologieoffenheit bedeutet hier für die Branche vor allem, dass die Kundenwünsche nicht ignoriert werden dürften. Gerade vor dem Hintergrund eines schleppenden Ausbaus der Ladeinfrastruktur in ganz Europa, könne eben nicht einseitig auf Elektromobilität gesetzt werden.

Kfz-Gewerbe in politische Prozesse einbinden

Die Jungunternehmer hoben die Relevanz der Kfz-Branche hervor, die mit 470.000 Beschäftigten einen wichtigen Beitrag zum Arbeitsmarkt und zur deutschen Wirtschaft leistet. Sie kritisierten, dass das Kfz-Gewerbe in bedeutende politische Prozesse dennoch oft nicht eingebunden sei. Konkret nannten sie die fehlende Teilnahme des ZDK am Autogipfel, der jüngst auf Initiative von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck stattfand.

ZDK-Präsident Arne Joswig lobte das Engagement der Anwesenden und bekräftigte, dass die Plattform, unterstützt von neopartners und der Kroschke-Gruppe, weitergeführt werden soll. Auch für die Verbandsorganisation ist es wichtig, dass sich die nachfolgende Unternehmergeneration engagiert und einbringt. Viele der Teilnehmer freuen sich schon auf den ZDK-Neujahrsgipfel am 28. Januar 2025 in Berlin. Und vor der Bundestagswahl ist das nächste Treffen in Berlin geplant, ergänzte ZDK-Politikchef Jürgen Hasler.

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