Moke: Der Strandflitzer erwacht zum Kultobjekt in Florida

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Noch läuft der Mini bei den Franzosen mit einem chinesischen Dreizylinder-Benziner vom Band, der deutlich mehr Laune macht als die Mietwagen von Miami Beach. Denn statt eines Surrens hört man ein wütendes Knurren, beim Kickdown quietschen die Reifen und mit gerade mal 50 PS ist man so flott unterwegs, dass man sich fühlt wie im Autoscooter auf dem Rummelplatz und in Kurven dankbar ist für die Gurte, die sie mittlerweile an die Sitze geschraubt haben. Und selbst an der Steigung auf der Brücke rüber nach Key Biscayne geht dem Moke die Puste nicht aus – schließlich liegt das Spitzentempo bei 110 km/h.

Herazo weiß um den Trend zur Nachhaltigkeit und um die Sensibilität der Schönwetter-Oase und will den Moke deshalb ausschließlich elektrisch anbieten. Allerdings mit einem Anrieb, der zum Fun-Faktor des Frischluftflitzers passt. So verspricht er eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 140 km/h und mit einem neuen Lithium-Ionen-Akku eine Reichweite von rund 200 Kilometern. Während es die Golf-Karts mit Moke-Karosse schon für unter 20.000 Dollar gibt, wird bei Moke USA mit der Ernsthaftigkeit auch der Preis steigen: 50.000 Dollar soll die wiederbelebte Ikone kosten, wenn sie zum Ende des Jahres in den Handel kommt.

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Wobei das mit dem Handel so eine Sache ist. Denn weil er nur 325 Autos pro Jahr verkaufen darf, wird es den Moke nur auf den Hamptons, in Florida, Kalifornien und rund um Phoenix geben. Für mindestens ein Jahr seien alle Autos schon verkauft, räumt Herazo mit einem lachenden und einem weinenden Auge ein.

BMW hat keine Rechte mehr am Moke

Deshalb will es Moke USA nicht bei der Kleinserie belassen. Crashtests hin und Normen her, will Herazo zumindest mittelfristig auch eine bezahlbare Batterievariante anbieten und die Stückzahlen deutlich steigern. „Dann wird Moke wieder zu einem echten Hersteller“, träumt Herazo sich in eine Liga mit Marken wie McLaren, Lamborghini – oder eben mit Mini. Und muss sich dabei nicht einmal vor bösen Briefen aus München fürchten. Denn bei der Mini-Mutter BMW beobachtet man das lange Leben des Moke und alle künftigen Pläne mit neugierigem Desinteresse.

Zwar sind die Bayern sehr empfindlich, wenn es um Markenrechte geht, und mit der Studie Beachcomber haben sie selbst sogar mal an einem Revival des Moke durchgespielt. Doch solange der Moke ohne den Vornamen Mini auftritt, sind den Bayern die Hände gebunden, räumt ein Manager ein: „Die Markenrechte wurden lange verkauft, bevor wir Mini übernommen haben.“

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