E-Mobilität Motorradhersteller Energica ist insolvent

Von sp-x 1 min Lesedauer

Auf dem Motorradmarkt hat es der Elektroantrieb noch viel schwerer als bei den Pkws. Das bekommt nun auch der Branchenpionier zu spüren.

Mehrere Autohändler in Deutschland vertrieben Energica-Motorräder als Ergänzung zu ihrer E-Auto-Palette.(Bild:  Dominsky – VCG)
Mehrere Autohändler in Deutschland vertrieben Energica-Motorräder als Ergänzung zu ihrer E-Auto-Palette.
(Bild: Dominsky – VCG)

Energica, ein bereits 2014 gegründeter italienischer Hersteller von Elektromotorrädern, ist insolvent. Wie das Unternehmen aus Modena in einer Pressemitteilung bekannt gab, hat der Vorstand die insolvenzrechtliche Liquidation beschlossen. Als Gründe für diese endgültige Pleite werden die Lieferketten-Problematik im Jahr 2021, eine starke Kaufzurückhaltung auf Kundenseite und rückläufige Investitionen im E-Mobilitätssektor genannt.

Ob es einen Fortbestand der Marke in irgendeiner Form geben wird, ist derzeit ungewiss. Die Suche nach Investoren verlief bisher jedenfalls erfolglos. Nun dürfte es vor allem darum gehen, die Gläubiger durch den Verkauf der Insolvenzmasse so weit wie möglich zu entschädigen.

Energica hatte in Deutschland auch mehrere Autohändler als Vertriebspartner, die mit den italienischen Elektrobikes ihr Angebot an E-Fahrzeugen ergänzen wollten. Hohe Fahrzeugpreise, geringe Reichweite und lange Ladezeiten verhinderten allerdings bislang einen nachhaltigen Verkaufserfolg elektrischer Krafträder. Eine staatliche Kaufprämie wie früher bei Pkws gab es zudem für Zweiräder nie.

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