Motorradtour 2019

Zwischen Sonne, Segen, Bergen und Regen

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An Tag zwei galt es für die „Gemütlichen“ der Gruppe 9, rund 240 Kilometer im Chiemgau zu absolvieren. Zum Start gab es am Kapellplatz in Altötting vom Kapuzinerpater einen kirchlichen Segen. Er bat alle Schutzengel, gut auf uns aufzupassen. Wir können an dieser Stelle nur sagen: „Wer´s glaubt, wird selig!“ Denn leider hat der Schutzengel von Antje Baumann um die Mittagszeit geschlafen. An einer Kreuzung im gefühlten Niemandsland mussten wir wegen eines kleinen roten Autos abrupt abbremsen.

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Dummerweise war die Straße rechts stark abschüssig, Antje hatte keine Chance: Ihr Fuß trat ins Leere, sie stürzte mit ihrer BMW bergab. Ihr Mann Christian begleitete sie zuerst zurück ins Hotel und am nächsten Tag ins Altöttinger Krankenhaus. Dort musste sie eine Woche bleiben. Diagnose: Mehrere Rippenbrüche. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Tour wünschen Antje einen raschen und guten Heilungsverlauf. Ein fränkischer Medizintrunk aus bester Weinlage ist bereits unterwegs zu ihr. Wir freuen uns alle, Antje und Christian im nächsten Jahr wiederzusehen. Im unterfränkischen Würzburg begleitet euch dann hoffentlich ein ganz besonders wachsamer Schutzengel.

Zurück nach Oberbayern: Ab dem Samerberg im Landkreis Rosenheim war die Cruiser-Gruppe 9 nicht mehr mit sieben, sondern nur noch mit fünf Motorrädern unterwegs. Am Fahrstil hat sich jedoch nichts geändert. Wir haben uns weiterhin an die Verkehrsregeln gehalten, schließlich wollen wir auf dem Motorrad die Landschaft genießen. Im Gegensatz zu den sportiven Fahrerinnen und Fahrer nehmen die Cruiser nämlich mehr als nur den Asphalt wahr – zum Beispiel die besonderen Ortsnamen: Hier kommen wenige ausgewählte Beispiele: Prutting, Halfing, Hinzing, Siboling, Randling, Helming, Wartmoning oder Tüßling. Für sportive und gemütliche Fahrer gleichermaßen spannend und informativ war der Besuch bei Alphatechnik in Stephanskirchen. Der Großhändler liefert Zubehör an die Motorradbranche.

Herausforderung nicht nur für Harley-Fahrer

Der dritte Tour-Tag sah 290 Kilometer vor. Von Altötting ging es nach Burghausen. Die Burg oberhalb der Stadt ist mit 1.051 Metern die längste Burganlage Europas. Seit einem Eintrag in das Guinness-Buch der Rekorde wird sie sogar als „längste Burg der Welt“ bezeichnet. Wir haben weder den Anfang noch das Ende der Burganlage gesehen. Aber das Mittelstück war sehr eindrucksvoll (siehe Bildergalerie).

Als nächster Zwischenstopp war der Königssee vorgesehen. Beim Blick auf die dortigen Parkplätze und die Menschenmassen, entschloss sich die Gruppe 9 kurzerhand, den See rechts liegen zu lassen und fuhr weiter. Von Schönau am Königssee bis zum Obersalzberg stand eine sehr schmale Landstraße mit vielen Spitzkehren auf dem Programm. Diese stellte nicht nur unseren Harley-Fahrer Werner vor größte Herausforderungen. Als wäre die extrem schmale Straße nicht schon genug gewesen, gurkte auch noch ein völlig überforderter Citroën-Fahrer vor uns her. Ob Harley, BMW oder Yamaha – überholen war ausgeschlossen. Ausgerechnet an einem steilen Straßenstück hielt er fast an, was Wolfgang Michels GS beim erneuten Anfahren zu einem leichten Wheelie veranlasste, der Sozia Mareile Guderjahn leicht erschreckte. Zum Glück bog das Auto nach vielen nervigen Minuten links ab.

Vom Obersalzberg ging es über die Roßfeld-Panoramastraße weiter zum Mittagsstopp in der Berggaststätte Ahornkaser. Dort gab es erstklassige Käsespätzle, alternativ ein sehr leckeres Gulasch. So gestärkt führten uns die Navis weiter zur 1.287 Meter hohen Gaisbergspitze. Dabei handelt es sich um einen der Hausberge der österreichischen Landeshauptstadt Salzburg. Den Weg dorthin erschwerten diesmal weder Bagger noch Auto, sondern ein überbreiter Traktor. Solche Kleinststraßen müssten selbst für Motorrad-Navigationsgeräte tabu sein. Oben angekommen, verlangte Harley-Fahrer Werner Prange nach einem Orden – dafür, dass er die extrem schmale und kurvige Straße mit seiner Harley gemeistert hatte, und das auch noch trotz Höhenangst! In Gedanken hat ihm die Gruppe 9 den Orden auf jeden Fall verliehen. Real gab es zwar keinen Orden, belohnt wurden er und alle Gäste der Vogel-Motorradtour jedoch durch eine hervorragende After-Ride-Party beim Motorradsport Holzleitner mit Sitz in Winhöring (siehe Bildergalerie). Leckere Salate und Biker-Grillgut sowie ausreichend Kaltgetränke ließen keine Wünsche offen. Die Biertischgarnituren waren direkt unter dem Vordach des modernen Mehrmarken-Motorradhauses platziert. Aber nicht nur Speis und Trank waren ein Genuss, ebenso eindrucksvoll war die Führung durch die Markenwelten von BMW Motorrad, Ducati und Yamaha. Nicht nur Fans dieser drei Marken waren begeistert.

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