Tesla Musk kritisiert „Schweinchen-Dick-Partei“

Quelle: dpa 3 min Lesedauer

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In den USA geht die Schmierenkomödie zwischen Tesla-Chef Elon Musk und US-Präsident Donald Trump ungebremst weiter. Beide überziehen sich direkt oder indirekt mit Vorwürfen und Drohungen. Aber Tesla vermeldet auch geschäftliche Neuigkeiten.

Tesla kommt in den USA mit dem autonomen Fahren ein Stück voran. Gleichzeitig wächst der Gegenwind durch Präsident Donald Trump.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Tesla kommt in den USA mit dem autonomen Fahren ein Stück voran. Gleichzeitig wächst der Gegenwind durch Präsident Donald Trump.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Die Fehde zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem ehemaligen Berater und Tech-Milliardär Elon Musk nimmt einen neuen Anlauf. Beide wetterten in sozialen Medien am Montag und in der Nacht (Ortszeit) wieder heftig gegeneinander. Thema war wie üblich das von Trump vorangetriebene Steuer- und Ausgabengesetz – aber zum wiederholten Mal auch eine mögliche neue politische Partei in den USA. 

„Elon bekommt vielleicht mehr Subventionen als jeder andere Mensch in der Geschichte, und zwar mit Abstand, und ohne Subventionen müsste Elon wahrscheinlich seinen Laden schließen und zurück nach Hause nach Südafrika gehen“, schrieb Trump auf seinem Online-Sprachrohr Truth Social. „Keine Raketenstarts, Satelliten oder Elektroauto-Produktion mehr, und unser Land würde ein VERMÖGEN sparen.“ 

Zuvor hatte der Tech-Milliardär Musk in einer Reihe an Beiträgen in sozialen Medien unter anderem gegen das Steuer- und Ausgabengesetz gewettert – und den Abgeordneten gedroht. „Jedes Mitglied des Kongresses, das mit der Reduzierung der Regierungsausgaben geworben und dann sofort für die größte Schuldenerhöhung in der Geschichte gestimmt hat, sollte sich schämen!“, schrieb er auf der Plattform X. „Und sie werden ihre Vorwahl im nächsten Jahr verlieren, wenn es das letzte ist, was ich auf dieser Erde tue.“

Musk spricht von „Schweinchen-Dick-Partei“

In einem weiteren Post kritisierte Musk, die „irrsinnigen Ausgaben dieses Gesetzentwurfs“ machten deutlich, „dass wir in einem Ein-Parteien-Land leben“ – das der „Schweinchen-Dick-Partei“. Es sei Zeit für eine neue politische Partei, die sich tatsächlich um die Menschen sorgen würde, schrieb er. Sollte das Gesetz verabschiedet werden, schrieb er in einem anderen Post, „wird am nächsten Tag die ‚America Party‘ gegründet.“ Musk hatte vor einigen Wochen bereits vorgeschlagen, eine neue Partei der Mitte zu gründen.

Trump nahm in seinem Post auch Bezug auf das sogenannte EV-Mandat – eine staatliche Vorgabe im bevölkerungsreichsten US-Bundesstaat Kalifornien, wonach ab 2035 nur noch batteriebetriebene oder Hybrid-Autos verkauft werden sollten. Das war Trump schon lange ein Dorn im Auge. Er unterzeichnete Mitte Juni Beschlüsse, die die republikanischen Mehrheiten in beiden Kongress-Kammern in den Wochen davor verabschiedet hatten, und stoppte dieses Programm damit.

Musk habe schon lange vor seiner Unterstützung für Trump als Präsidentschaftskandidat gewusst, dass er gegen dieses Programm sei, so Trump nun. „Es ist lächerlich und war immer ein wichtiger Teil meiner Kampagne. Elektroautos sind gut, aber nicht jeder sollte gezwungen sein, eines zu besitzen.“

Tesla startet Robotaxi-Dienst

Tesla selbst vermeldet hinsichtlich der Weiterentwicklung seines Geschäftsmodells einen Erfolg. Der seit langem angekündigte Robotaxi-Dienst ist zunächst im Kleinformat und mit einem Aufpasser im Beifahrersitz gestartet. In der Stadt Austin im US-Bundesstaat Texas können von Tesla ausgewählte Nutzer seit Sonntag per App Fahrten in einigen Wagen ohne einen Menschen am Steuer buchen. Der Elektroauto-Hersteller suchte dafür zunächst vor allem dem Unternehmen freundlich gesinnte Online-Influencer aus.

Das Angebot ist zunächst auf einen überschaubaren Teil der Innenstadt von Austin begrenzt. Musk hatte zuvor bereits angekündigt, dass zum Start nur 10 bis 20 Fahrzeuge verfügbar sein würden. Zugleich behauptet er, dass die meisten neuen Tesla-Autos bereits alle nötige Technik an Bord hätten, um autonom unterwegs zu sein. Daher spricht er von Millionen selbstfahrenden Teslas auf den Straßen und einem Anteil von mehr als 90 Prozent am Robotaxi-Geschäft für seine Firma.

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