Markenausblick Smart Nach groß kommt klein

Von sp-x 3 min Lesedauer

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Smart wächst, in seiner Modellvielfalt genauso wie in den Abmessungen. Doch besinnt sich die Marke ebenso auf ihren Ursprung. Ein Nachfolger des elektrischen Fortwo steht in den Startlöchern.

In diesem Jahr wird Smart zunächst sein Angebot mit dem neuen #5 nach oben ausbauen.(Bild:  Smart)
In diesem Jahr wird Smart zunächst sein Angebot mit dem neuen #5 nach oben ausbauen.
(Bild: Smart)

Dass die Automarke Smart in ihrer heutigen Form nichts mehr mit ihrem Ursprung zu tun und ihre Kleinstwagen-Philosophie aufgegeben hat – zumindest vorerst –, daran hat sich die Branche zwar inzwischen gewöhnt. Sicher aber nicht jene weit über eine Million Kunden in Europa, die den Zweisitzer Fortwo während seiner über zwanzigjährigen Produktionszeit lieben gelernt haben. Sie wissen: Mit keinem Auto ist man im urbanen Umfeld passender unterwegs, erst recht, wenn es elektrisch angetrieben wird.

Für das Ende des kleinen City-Stromers wird neben wirtschaftlichen Aspekten vor allem eine neue Konstellation als Grund angegeben. Seit vier Jahren ist Smart ein Joint Venture zwischen Geely und Mercedes-Benz. Der Deal: Die Stuttgarter bringen die Marke sowie das Design ein und übernehmen den Vertrieb (Shop-in-Shop-Lösung) in Europa. Der chinesische Partner steuert die Plattform und die R&D-Leistung bei und kümmert sich um die Auftragsproduktion. Sie erfolgt ausschließlich in China. Auch den Verkauf von Smart-Fahrzeugen auf dem Heimatmarkt regelt Geely.

Jedes Jahr ein neues Modell

Zum neuen, ausschließlich elektrischen Portfolio gehört seit Sommer 2023 als erstes Modell aus dem Joint Venture der #1, ein 4,27 Meter langes Kompakt-SUV. Dieses Frühjahr folgte als coupéartiges Crossover-Modell der #3 (Länge: 4,40 Meter). Beide basieren auf der 400-Volt-SEA (Sustainable Experience Architecture) von Geely.

Angekündigt hat Smart, jedes Jahr ein weiteres Modell zu bringen. Bestätigt sind bislang vier. 2025 kommt mit dem #5 das dritte und gleichzeitig größte Modell. Mit dem 4,70 Meter langen SUV – gebaut in Changxing – positioniert sich Smart im Premiumsegment der Mittelklasse und möchte auf die sich wandelnden Bedürfnisse der Kunden reagieren. Die sollten allerdings bereit sein, dafür rund 60.000 Euro auszugeben. Dafür gibt es nicht nur viel Luxus, Platz und digitale Hightech (OLED, Display für den Beifahrer), sondern auch gute Fahrdynamik und über 500 Kilometer Reichweite.

Die Einstiegsleistung soll zunächst 250 kW/340 PS betragen, bei der Allradvariante stehen 437 kW/503 PS zur Verfügung. Die Brabus-Version soll sogar 475 kW/646 PS haben. Fahrmodi können gewählt werden für Straße, Gelände und Winter.

Silhouette und Auftritt des #5 erinnern an den Mercedes EQB. Im Boden steckt eine Batterie mit 100 kWh Kapazität. Ladeleistung und Ladetempo rangieren in der Top-Liga. Denn die SEA-Plattform des #5 wurde auf 800 Volt ausgelegt. DC-Laden von zehn auf 80 Prozent soll in nur 15 Minuten erledigt sein. Damit dürfte eine Ladeleistung in der Spitze von deutlich über 300 kW erwartet werden. Später will Smart ein günstigeres Basismodell mit kleinerer Batterie, dann vermutlich LFP (Lithium-Eisenphosphat), nachreichen.

Fortwo-Nachfolger könnte 2027 kommen

Nach dem #5 dürfte der #6 an den Start gehen, das erste Nicht-SUV der Marke und daher in der Nomenklatur mit einer gerade Zahl am Kofferraumdeckel versehen. Der Logik nach müsste der #6 eigentlich #4 heißen, weil von den Abmessungen her kleiner als der #5. Doch die Ziffer 4 gilt in der chinesischen Kultur als Unglückszahl. Welche Karosserieform der #6 genau bekommen wird, verrät Smart nicht, spricht lediglich von einer „flacheren Bauform“. Die Vermutung liegt nahe, dass der #6 marketingtechnisch als neuer Einstieg in die Premiumwelt von Mercedes gesehen werden kann und als „smarte“ Alternative zum nächsten CLA gedacht ist.

2027, fast 30 Jahre nach dem Ur-City-Coupé könnte Smart den Nachfolger des elektrischen Fortwo serienreif haben. Vieles deutet auf die Modellbezeichnung #2 hin. Denn unter dem Namen Project Two entwickelt Smart mit Geely in China derzeit eine neue E-Plattform. Sie soll trotz der Kürze des Autos – man will bei zirka 2,70 Meter bleiben – eine mit 250 Kilometern mindestens doppelt so große Reichweite ermöglichen wie zuvor.

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