Negativ-Summenspiel für den Handel

Redakteur:

Das Institut für Automobilwirtschaft glaubt nicht an insgesamt positive Effekte der Mehrwertsteuer-Erhöhung 2007. Vielmehr könne sie den Rabatt-Wettbewerb anheizen.

Die geplante Mehrwertsteuer-Erhöhung könnte den Rabatt-Wettbewerb auf dem Automarkt weiter anheizen. Dieser Ansicht ist das Institut für Automobilwirtschaft (IFA) an der Hochschule Nürtingen-Geislingen. Es sei absehbar, dass Hersteller und Importeure damit werben würden, die Mehrwertsteuer-Erhöhung für die Kunden zu übernehmen. Damit würde die Rabatt-Spirale weiter verstärkt, so das Institut zu der aktuellen Diskussion.

Händlern und Herstellern werde es nicht gelingen, die höhere Steuer auf den Autopreis umzulegen. "Die drei Prozentpunkte zusätzliche Mehrwertsteuer, werden bei Händlern, Herstellern und Zulieferern hängen bleiben", glaubt IFA-Leiter Willi Diez .

Das Institut teilt die Auffassung von ZDK-Präsident Rolf Leuchtenberger, dass die Mehrwertsteuer-Erhöhung zwar im Jahr 2006 zu mehr Neuzulassungen führen könne, jedoch im folgenden Jahr einen entsprechenden Nachfrageausfall zur Folge habe. In der Summe werde die Mehrwertsteuer-Erhöhung zu einem "Negativ-Summenspiel" für Industrie und Handel führen.