Neue Betrugsmasche
Polizeidirektion Offenburg warnt vor gefälschten Fahrzeugdokumenten.
Eine offensichtlich aus Osteuropa stammende, überörtlich agierende Tätergruppe beschäftigt derzeit die Polizei in Baden-Württemberg. Einem Autohändler war von jungen Männern ein Mercedes der A-Klasse zu einem erheblich unter dem Schätzwert liegenden Kaufpreis angeboten worden. Das vermeintlich gute Geschäft entpuppte sich als teurer Reinfall, als der Händler das Fahrzeug beim Landratsamt ummelden wollte: Das Fahrzeug war auf eine Offenburger Autovermietung zugelassen. Es war unter Vorlage eines gefälschten Reisepasses und eines gefälschten Führerscheins eine Woche zuvor angemietet worden.
Auch beim Verkauf legte der Täter gefälschte Dokumente - Pass, Fahrzeugschein und Fahrzeugbrief - vor, die verwendeten Blanko-Dokumente stammen höchstwahrscheinlich aus Einbrüchen. Auffallend waren darin die nicht existierenden Behördenbezeichnungen „Vizekonsulat der Bundesrepublik Deutschland“ und „Stadtpolizei der Bundesrepublik Deutschland“. Der Anmieter des Mercedes sprach gut deutsch mit einem osteuropäischen Akzent. Der Kumpan, der den Wagen verkaufte, hatte einen Pfälzer Dialekt.
Auf die gleiche Weise war Anfang Oktober einem weiterer Autohändler ein VW-Polo verkauft worden. Die Polizei geht davon aus, dass die bisher unbekannten Täter mit der gleichen Masche weiterhin versuchen werden, angemietete Fahrzeuge zu Geld zu machen. Sie rät deshalb zu größter Vorsicht bei vermeintlich günstigen Angeboten. Beim geringsten Zweifel sollte unbemerkt die Polizei verständigt werden.