Neue Software zur Elektronik-Diagnose bei VW
Mit einer neu entwickelten Software sollen die Werkstätten Fahrzeugelektronik künftig noch effektiver diagnostizieren können.
Volkswagen hat jetzt ein neues System zur modellbezogenen Elektronik-Diagnose vorgestellt. Mit einer speziell entwickelten Software sollen die Werkstätten Fahrzeugelektronik noch effektiver diagnostizieren und deren Zuverlässigkeit sichern können.
Wie der Automobilhersteller mitteilte, setze man auf die Diagnosesoftware Rodon des schwedischen Herstellers Sörman für die Fehlersuche. Zunächst liest die Software alle technischen Daten der Systeme wie Schalttafel, Klimaanlage, Bordnetzsteuerung und Komfortelektrik ein, um daraus ein virtuelles Produktmodell mit grafisch sichtbaren Systemstrukturen zu entwickeln. Diese Strukturen enthalten sowohl das funktionale Verhalten der elektronischen Bauteile als auch deren Zusammenspiel.
Auf Basis des virtuellen Produktmodells kann der Techniker dann in der zweiten Stufe alle Schalt-, Betriebs- und Fehlersituationen der Fahrzeugelektronik berechnen lassen. Ziel dabei ist, die Auswirkungen von Elektronik-Abweichungen für jeden Betriebszustand automatisch zu ermitteln. In der dritten Stufe schließlich entwickelt Rodon aus dem Verhältnis zwischen Elektronik-Funktionen und deren Abweichungen die Logik der Fehlersuchprogramme.
Die neue Technik wurde zum Test zunächst bei der Off-Board-Diagnose im neuen Passat eingesetzt. "Nahezu hundertprozentig konnte die neue Software-Lösung alle vorher eingestellten Abweichungen in der Passat-Elektronik aufspüren und die Ursachen der Symptome feststellen", sagt Elektronikstratege Dietmar Fliegner vom VW-Bereich After Sales Technik. Nach der Testphase soll Rodon jetzt schrittweise in den VW-Partnerbetrieben eingeführt werden.