Neuer automobiler Standort

Redakteur: Elvira Minack

Seit dem 1. Oktober 2007 ist wieder richtig Leben in der Herrenmühlenstraße 28 in Eisenach. Matthias Tautz, dem das 10 000 m² große Grundstück gehört, ist bei dessen Entwicklung zu einem automobilen Standort wieder ein Stück vorangekommen.

nde April 2007 hatte er sich von seinem Mieter Auto-Welt trennen müssen. „Doch wenn auf dem großen Gelände keine Fahrzeuge zu sehen sind, wirkt es tot“, sagt Matthias Tautz. „Das lockt keine Kunden an.“ Kein eigener Handel

Deshalb war Tautz angetan, als die Inhaber des City-Autohauses ihn ansprachen, ob sie sich auf seinem Gelände einmieten könnten. Das Unternehmen betreibt Groß- und Einzelhandel mit EU-Neu-, -Jahres- und -Gebrauchtwagen. Etwa 80 Fahrzeuge sind immer vor Ort.

Matthias Tautz, der eher ein Werkstattmann ist, freut sich: „Ich wollte den Handel nicht selbst betreiben. Man muss den Markt genau kennen und beobachten. Das kann man nicht nebenbei machen“, lautet seine Begründung.

Doch verändert hat sich auf dem Gelände noch mehr. Bisher betrieb Tautz eine Freie Werkstatt. Im Oktober hat er sich dem Werkstattsystem „Profiservicewerkstatt“ von Coparts angeschlossen und wird von deren Gesellschafter Wütschner – auch ein Mieter auf seinem Gelände – betreut. Fünf Mitarbeiter arbeiten für ihn. „Wir haben das genau abgewogen“, erklärt Matthias Tautz. Ganz frei zu sein, habe sicher seine Vorteile. Doch schließlich hätten ihn die besseren Einkaufskonditionen, die Synergien durch den Wütschner-Teilehandel und das umfangreiche Lehrgangsangebot überzeugt. „Wenn einem niemand Vorschriften macht, besteht die Gefahr, dass man sich nicht mehr weiterentwickelt“, ergänzt der Unternehmer. Mehrere Mieter

Ein weiterer neuer Mieter ist die Shadow Autopflege. Das kleine Unternehmen passt ideal zum Standort. Das Autohaus lässt seine Fahrzeuge hier aufbereiten und auch die Kunden können ihr Auto hier wieder „aufhübschen“ lassen.

Die erfreulichste Entwicklung hat das Abschleppunternehmen von Matthias Tautz gemacht. Gestartet hat er es im Jahr 2001 mit einem Auto. Heute gehören zehn zu seinem Fuhrpark. Viel Enthusiasmus und gutes Personal brauche man dafür, weiß Tautz. Denn als Abschleppunternehmer sei man an 365 Tagen 24 Stunden lang im Dienst. Nur so kann man auf Dauer gute Verträge behalten und Ausschreibungen gewinnen.

Tautz weiß von schwarzen Schafen in der Branche. Doch er ist überzeugt: „Nicht das schnelle Geld hilft uns.“ Deshalb müssen sich seine acht Mitarbeiter auch regelmäßig qualifizieren. Zwischen 160 und 700 Euro pro Lehrgang gibt der Chef aus. „Auf längere Sicht ist unsere Methode die erfolgreichere“, ist Tautz überzeugt.Gegenseitiger Nutzen In der Herrenmühlenstraße profitieren die Mieter voneinander. Die Werkstatt erspart sich die Lagerhaltung sowie lange Wege zur Haupt- bzw. Abgasuntersuchung oder zur Fahrzeugaufbereitung. Das Autohaus wiederum findet Werkstatt und Autopflege vor Ort und spart damit ebenfalls Zeit und Geld.

Der Kunde, der ein Ersatzteil bei Wütschner gekauft hat, entscheidet sich vielleicht doch, es gleich nebenan einbauen zu lassen, oder schaut sich nach einer nicht erfolgreichen Hauptuntersuchung schon mal nach einem neuen Fahrzeug um.

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