Neuer Beruf bringt neue Lehrgänge

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Zum zweiten Teil der Veranstaltung hatte sich hoher Besuch angekündigt. ZDK-Präsident Jürgen Karpinski wandte sich in einem Grußwort persönlich an die Teilnehmer: „Wir können stolz auf unser Gewerbe sein, das – nicht zuletzt dank Ihrer Arbeit – so viele junge Menschen so gut ausbildet.“

Das Thema Nachwuchssicherung werde in Zukunft wie kaum ein anderes das Kfz-Gewerbe beschäftigen. Das Gewerk habe seiner Überzeugung nach eine gute Zukunft vor sich, müsse aber alles dafür tun, eine Top-Ausbildungsbranche zu bleiben. Die Berufsbildung genieße im Verband eine hohe Wertschätzung. Dies zeige sich auch am Weiterbildungsprogramm für Ausbilder an überbetrieblichen Bildungsstätten, das der ZDK kostenlos zur Verfügung stelle.

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Das Beste verbessern

Den Ausbildern dankte Karpinski für ihr großes Engagement. Seine eigene Organisation forderte der Präsident auf, offen für neue Ideen zu sein, ohne das bewährte Handwerk zu vernachlässigen. „Wir müssen auch kreuz und quer denken, um das Beste noch weiter zu verbessern.“

Neuerungen gibt es nicht nur in der Aus-, sondern auch in der beruflichen Weiterbildung. Wie Joachim Syha auf der Ausbildertagung darlegte, ist eine Neugestaltung der 16 bzw. 14 Jahre alten Qualifikationen zum Kfz-Servicetechniker und zum Kfz-Technikermeister beschlossene Sache. Ziel einer modernisierten Meisterprüfung sei es, den Teilnehmern ein „Durchschummeln“ unmöglich zu machen. Die Änderungen sollten voraussichtlich im Laufe des Jahres 2016 in Kraft treten.

Handlungsorientierter Unterricht

Berufliche Aus- und Weiterbildung soll heutzutage, das verlangen die ordnungspolitischen Vorgaben, „handlungsorientiert Methodenkompetenz“ vermitteln. Was sich dahinter verbirgt und was dies für die überbetriebliche Unterweisung bedeutet, erklärte Isabell Dunschen von der Zentralstelle für Weiterbildung im Handwerk (ZWH) im letzten Referat.

Handlungsorientierter Unterricht bedeute nicht, dass die Schüler alleine lernten, wohl aber, dass sie selbstständig unter Anleitung arbeiteten. Das habe zur Folge, dass sich die Rolle des Lehrers oder Ausbilders ändere und dieser nun den Lernprozess als Begleiter unterstütze.

Ziel sei es, dass der Schüler Methodenkompetenz erwerbe, also die Fähigkeit, Arbeitstechniken und Verfahrensweisen anzuwenden. Dazu müsse er lernen, sich Informationen zu beschaffen, diese zu strukturieren und die Ergebnisse zu interpretieren. Im überbetrieblichen Unterricht sollten die Aufgaben praxisorientiert sein und Kundenaufträgen entsprechen.

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