VW T7

Neuer Bulli soll sich dem SUV-Boom entgegenstemmen

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Abheben soll sich der T7 aber auch durch seine Fahreigenschaften. Als Basis dient erstmals der MQB, also eine Pkw-Plattform aus dem Volkswagen-Konzern. Kombiniert mit einem neu entwickelten Fahrwerk (Schräglenker hinten, größer dimensionierte Gummilager und 45 Kilogramm Gewichtsersparnis durch den Einsatz von Aluminium) und serienmäßigem DSG-Getriebe soll sich der Bulli beim Fahrverhalten so kleineren Autos annähern. Der Eindruck nach ersten Testfahrten: Die Ingenieure haben dabei gute Arbeit geleistet, Handling und Co. können sich sehen lassen.

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Kleinere Fragezeichen bleiben allerdings beim Raumangebot. In der kürzeren Variante (4,98 Meter) ist die Beinfreiheit im Fond nicht allzu großzügig. Und auch die Möglichkeiten, Gepäck zuzuladen, wirken zumindest auf den ersten Blick weniger üppig, als man sich das erhoffen könnte. Wohl auch deshalb kaufen rund 80 Prozent die 20 Zentimeter längere Variante.

Das Interieur ist je nach Ausstattungsvariante geprägt von einer Mischung aus Hartplastik und höherwertigen Materialien. Das Bediensystem orientiert sich an dem anderer VW-Modelle. Einzug halten auch im T7 immer mehr Assistenzsysteme. Der Spurhalteassistent zeigte sich im Test ein wenig hyperaktiv und will den Fahrer gelegentlich zu gerne eines besseren belehren, welche Position in der Fahrspur aus seiner Sicht die beste wäre.

Mitschwimmen statt brettern

Ebenfalls auffällig bei der Fahrt: Mitschwimmen ist in allen Motorisierungen kein Problem. Legt man Wert auf Beschleunigung, ist gerade die 100-kW-Benziner-Variante schon etwas schwach auf der Brust.

Den Plug-in-Hybrid sollten Beschleunigungsfreunde lieber nicht im Eco-Modus fahren. Denn dabei verfällt der Benziner schnell ins Heulen und Ächzen. Im Sport-Modus ist das nicht der Fall. Allerdings müssen sich Fahrer dabei auf eine starke Rekuperation einstellen. Das soll dazu beitragen, dass ähnlich wie bei einem Golf GTE möglichst regelmäßig die Elektro-Boost-Funktion zur Verfügung steht.

Bei den Verbräuchen waren die Normdaten – wenig überraschend – kaum zu erreichen. Der Plug-in-Hybrid schafft auf dem Papier 1,5 Liter pro 100 Kilometer. Wir brauchten nahezu 5. Und die Benziner liegen noch einmal eine ganze Ecke darüber. Mit 220 bzw. 320 Newtonmeter Drehmoment könnten die Otto-Varianten bei hoher Zuglast zudem an ihre Grenzen kommen. Der PHEV kommt auf 350 Nm.

Start bei knapp 45.000 Euro

Bleibt noch die Frage nach dem Preis. Der T7 startet als Multivan bei 44.839 Euro. Für die Langversion werden 1.862 Euro Aufpreis fällig. Der Plug-in-Hybrid kostet mindestens 57.174 Euro (vor Förderung). VW verspricht deutlich mehr Serienausstattung als noch beim T6.1, weshalb das Auto ausstattungsbereinigt durchschnittlich 12 Prozent günstiger sein soll. Standard sind jetzt beispielsweise Schiebetüren auf beiden Seiten, LED-Scheinwerfer oder ein Automatikgetriebe.

Dennoch sind auf der Preis- und Wunschliste nach oben kaum Grenzen vorhanden. Neben dem „klassischen“ Multivan gibt es noch die beiden höheren Linien „Life“ und „Style“. Aber auch da kann man noch viel on top konfigurieren. Auf bis zu 90.000 Euro kann man den Preis beim T7 problemlos nach oben schrauben. Dementsprechend ist auch der Anspruch des Herstellers. Wer einen Bulli bestelle, bekomme ein „echtes Premiumprodukt“, hieß es von den Hannoveranern.

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