Donkervoort P24 RS Neuer Motor, altes Radikal-Rezept

Von sp-x 2 min Lesedauer

Lange Zeit hat Donkervoort auf Fünfzylinder von Audi gesetzt. Nun gibt es einen Zylinder mehr und ein deutliches Leistungsplus. Das Gewicht bleibt hingegen extrem niedrig.

Donkervoort hat mit dem P24 RS ein neues Modell mit neuem V6-Motor vorgestellt.(Bild:  Donkervoort)
Donkervoort hat mit dem P24 RS ein neues Modell mit neuem V6-Motor vorgestellt.
(Bild: Donkervoort)

Der niederländische Sportwagenhersteller Donkervoort hat eine neue Evolutionsstufe seines Leichtbausportwagens vorgestellt, der vom Lotus Seven inspiriert ist. P24 RS heißt die jüngste Spielart, die den bisherigen F22 ablöst. Optisch wirkt der Zweisitzer erwachsener als frühere Generationen, unter anderem weil die eigentlich freistehenden Vorderräder stärker in die Karosserie integriert sind, ohne das markentypische Erscheinungsbild aufzugeben.

Optional lässt sich der Abtrieb mit einem abnehmbaren Aero-Paket steigern. Zusätzliche Eckflügel an Front und Heck erzeugen bis zu 90 Kilogramm Anpressdruck bei 250 km/h, geschützt durch Titan-Gleitblöcke. Auf elektronische Fahrhilfen verzichtet Donkervoort weiterhin. Stattdessen verspricht der Hersteller ein ungefiltertes Fahrerlebnis mit bis zu 2,3 g Querbeschleunigung. Zentrales Technikmerkmal ist die nur neun Kilogramm leichte Frontstruktur aus Carbon, die Fahrwerk, Kühlung und Aerodynamik integriert und zugleich als Crashstruktur dient. Zur Reduzierung des Luftwiderstands trägt zudem eine Branchenneuheit bei: ausschwenkbare „Aero-Blades“-Scheinwerfer, die sich nur bei Bedarf in den Fahrtwind stellen.

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Für den Antrieb sorgt ein 3,5-Liter-V6-Turbobenziner, dessen Leistung per „Power-to-Choose“-System wählbar ist. Zur Auswahl stehen 400 PS, 500 PS oder 441 kW/600 PS, letztere mit einem maximalen Drehmoment von 800 Newtonmetern. Die Leistung trifft auf ein Trockengewicht von 780 Kilogramm, was einem Leistungsgewicht von 770 PS pro Tonne entspricht. Laut Hersteller gelingt der Sprint auf 100 km/h „angemessen schnell“, konkreter wird man bei der 200-km/h-Marke, die nach 7,4 Sekunden fallen soll. Die Höchstgeschwindigkeit liegt jenseits der 300-km/h-Marke. Die Kraftübertragung übernimmt ein manuelles Getriebe, unterstützt von einem Torsen-Sperrdifferenzial an der Hinterachse.

Trotz der Ausrichtung auf Rennstrecken-Performance bietet der nur vier Meter kurze Sportwagen ein Mindestmaß an Alltagstauglichkeit. Laut Hersteller finden auch über zwei Meter große Fahrer Platz im Cockpit. Der Gepäckraum fasst knapp 300 Liter. Zur Ausstattung zählen außerdem ein abnehmbares Twin-Targa-Carbon-Dach sowie eine nun elektronische Feststellbremse.

Die Produktion des P24 RS ist auf 150 Exemplare limitiert. Die ersten Auslieferungen sollen im April starten. Der Basispreis liegt bei knapp 300.000 Euro netto. Für Kunden in Deutschland dürfte der Einstiegspreis damit oberhalb von 350.000 Euro liegen.

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