ZDK-Appell Neuer Verkehrsminister soll Tempo machen

Von Nick Luhmann 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Patrick Schnieder ist neuer Bundesverkehrsminister. Seine Antrittsrede in Berlin wertet der ZDK als gutes Signal. Nun müsse er auch liefern, vor allem bei der Digitalisierung im Mobilitätssektor, fordert der Zentralverband.

Die Erwartungen des Kfz-Gewerbes an Patrick Schnieder (CDU) als neuer Bundesverkehrsminister sind hoch.(Bild:  021 tokography/Tobias Koch (www.tobiaskoch.net))
Die Erwartungen des Kfz-Gewerbes an Patrick Schnieder (CDU) als neuer Bundesverkehrsminister sind hoch.
(Bild: 021 tokography/Tobias Koch (www.tobiaskoch.net))

Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) hatte sich von der Antrittsrede des neuen Bundesverkehrsministers Patrick Schnieder an diesem Donnerstag im Deutschen Bundestag mehr erhofft. Seine Aussagen zum zügigen Infrastrukturausbau, zur schnelleren Mittelverteilung und zu einer digitalen und effizienteren Verwaltung verbindet der ZDK mit klaren Erwartungen: „Jetzt müssen den Worten auch Taten folgen – es ist höchste Zeit, dass wir bei Planung, Genehmigung und Umsetzung im Mobilitätsbereich spürbar schneller werden“, betont ZDK-Präsident Arne Joswig.

Die angekündigte Verkürzung von Fristen sowie die Digitalisierung und Beschleunigung von Genehmigungsverfahren seien zentrale Voraussetzungen für eine zukunftsfeste Mobilitätsinfrastruktur, sowohl in Städten als auch im ländlichen Raum. „Gerade in der Fläche muss Mobilität zuverlässig und bezahlbar bleiben. Dafür braucht es klare Prioritäten: Erhalt vor Neubau, zügige Sanierung statt jahrelanger Hängepartien“, so Joswig weiter.

Technologieoffenheit ist der richtige Weg

Der ZDK-Präsident begrüßt das klare Bekenntnis des Bundesministers zum Automobil sowie zur Technologieoffenheit. „Wer Mobilität für alle ermöglichen will, muss Wahlfreiheit garantieren – ob batterieelektrisch, mit Wasserstoff oder mit erneuerbaren Kraftstoffen wie HVO oder E-Fuels“, unterstreicht Joswig. Diese Vielfalt sei gerade im Hinblick auf die Klimaziele unerlässlich und dürfe nicht durch einseitige Förderpolitik eingeschränkt werden.

Die Ankündigung, ein „Expertenforum klimafreundliche Mobilität und Infrastruktur“ einzusetzen, ist aus Sicht des ZDK ein richtiger Schritt. „Wir stehen bereit und gehen davon aus, hier wie in der vergangenen Legislatur mitzugestalten und unsere Praxiserfahrung aus Handel und Werkstatt einbringen zu können“, erklärt Joswig. Die Branche sei Teil der Lösung, nicht das Problem.

Digitalisierung als zentraler Hebel

Der ZDK unterstützt außerdem die Position des Ministers, Digitalisierung als entscheidenden Treiber im Mobilitätssektor weiter voranzutreiben. Dazu gehört auch, Betriebe im Kfz-Gewerbe durch geeignete Maßnahmen in der Transformation zu begleiten, etwa durch gezielte Investitions- und Weiterbildungsförderung.

„Die Rede vom Bundesverkehrsminister Schnieder ist zwar ein gutes Signal – aber jetzt muss geliefert werden“, so Joswig abschließend. „Die Mobilitätswende gelingt nur mit Tempo, Technologievielfalt und einem klaren Blick auf die Bedürfnisse des Kfz-Gewerbes und unserer Kunden.“

(ID:50421576)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung