Fahrbericht Nio EL8 – ein Trumm von einem Elektro-SUV

Von sp-x 2 min Lesedauer

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Nio hat ein in Abmessungen, Ausstattung und Preis gänzlich unbescheidenes SUV auf den Markt gebracht. Los geht’s bei 82.900 Euro – ohne Akku. Der muss gegen eine monatliche Gebühr noch dazu gemietet werden.

Nio startet mit seinem Flaggschiff-SUV EL8.(Bild:  Nio)
Nio startet mit seinem Flaggschiff-SUV EL8.
(Bild: Nio)

Das nächste Trumm von Elektro-SUV aus China. Der EL 8 ist das Flaggschiff von Nio und protzt mit 5 Metern Länge und 2 Metern Breite. Der Radstand von 3 Metern sorgt zwar für einen wohnlich geräumigen Innenraum, in dem sich bis zu sechs Passagiere in drei Zweierreihen räkeln können, ohne mit den Knien die Rücksitze zu touchieren. Aber ein Traumauto für die große Familie? Mitnichten, denn der Nio startet bei ebenfalls gewaltigen 82.900 Euro, plus Batteriemiete versteht sich.

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In unserem Test-Nio ist nur der Fahrersitz besetzt. Hinterm Lenkrad ein schmales Display, im Format des VW ID 4, dessen Infos sich mit denen des wie üblich recht großen Zentralmonitors ergänzen. Zu beider Unterstützung spiegelt ein Head-p-Display Tacho- und Navi-Daten in die Frontscheibe. Alles auch anderswo zu finden.

Das besondere des SUV ist eher seiner Herkunft geschuldet. Im asiatischen Heimatland spielen Gimmicks und ein Füllhorn an elektronischen Innovationen eine größere Rolle als Motorleistung oder Fahrwerk. Entsprechend ist auch der EL 8 pompös ausgestattet. Alle Assistenten sind serienmäßig. Ebenso die mit künstlicher Intelligenz arbeitende virtuelle Beifahrerin. Die deutschen Nio-Manager räumen aber ein, dass manche Software-Highlights nur chinesischen Kunden in deren Heimatland vorbehalten sind.

Seis drum: Wer dem EL 8 die Sporen gibt, wird nicht nach irgendwelcher Software fragen. Hier soll die Art und Weise überzeugen, wie sich der Wonneproppen fortbewegt. Und das gelingt ihm durchaus gut.

Er überschreitet in knapp über 4 Sekunden die 100-km/h-Schwelle, wirft erst bei 200 km/h den Tempo-Anker und leistet diese Standards mit Präzision und gewaltigem Kraftüberschuss ab. Wer es ausgeprägt sportlich mag, wird vielleicht über die zu leichtgängige Lenkung meckern oder sich über den Ping-Pong-Effekt beschweren, zur dem das Spurhaltesystem in engen Baustellen-Passagen den breiten EL8 zwingt, dessen Räder zwangsläufig mit den ausgemalten Linien ins Gehege kommen. Kein Problem, aber gewöhnungsbedürftig.

In Summe ist das neue Nio-Flaggschiff ein modernes, hochwertiges Auto, das sich seine Zielgruppe in Deutschland allerdings suchen muss. Für die meisten Familien zu teuer und für Sportfans nicht bissig genug. Das gilt aber auch für viele andere SUV dieser Liga. Egal ob mit dickem Verbrenner oder flüsterleisen Stromer.

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