Starkes Ergebnis 2023 Nutzfahrzeugbauer Traton ist guter Dinge für laufendes Jahr

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Die VW-Tochter Traton hat sich nach einem starken Jahresende 2023 hohe Ziele für das aktuelle Jahr gesetzt. Das Management peilt bei Absatz und Umsatz eine Bandbreite von minus 5 bis plus 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr an. Analysten hatten zurückhaltendere Ziele erwartet.

(Bild:  Traton)
(Bild: Traton)

Die VW-Nutzfahrzeugtochter Traton geht nach einem starken Jahresendgeschäft mit unerwartet hohen Zielen in das neue Jahr. Vorstandschef Christian Levin sieht den noch immer hohen Auftragsbestand als Grundlage, zudem rechnet sich der Manager weitere Effizienzgewinne durch das Zusammenwachsen der Marken des Konzerns aus, wie es am Dienstag aus München hieß. Auch Erzrivale Daimler Truck hatte vergangene Woche mit einer selbstbewussten Prognose die Anleger überzeugt und damit angesichts der trüben konjunkturellen Aussichten überrascht.

Das Traton-Management peilt bei Absatz und Umsatz eine Bandbreite von minus 5 bis plus 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr an. Die um Sondereffekte bereinigte operative Gewinnmarge erwartet der Vorstand zwischen 8,0 und 9,0 Prozent. Bei beiden Werten hatten Analysten bisher Werte am unteren Ende der Spanne auf dem Zettel. Dabei nahm sich Traton im Fahrzeuggeschäft allein – also ohne Finanzdienstleistungen gerechnet – mit 9,0 bis 10,0 Prozent eine Umsatzrendite in ähnlicher Höhe vor wie Daimler Truck (9,0 bis 10,5 Prozent).

Im vergangenen Jahr übertraf Traton mit den Marken Scania, MAN, Navistar und der südamerikanischen Volkswagen Truck & Bus die Erwartungen am Markt ebenfalls. Der Umsatz stieg um 16 Prozent auf 46,9 Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis verdoppelte sich nahezu auf 4,03 Milliarden Euro, die entsprechende Marge zog um 3,5 Prozentpunkte auf 8,6 Prozent an. Neben einem höheren Absatz und einer besseren Verkaufspreisdurchsetzung trieb die bessere Auslastung der Werke die Profitabilität hoch. Im Vorjahr hatte der Teilemangel insbesondere bei Elektronikchips die Produktion vielfach noch deutlich eingeschränkt.

Die Ertragsperle Scania erzielte erneut eine prozentual zweistellige Marge und beim einstigen Sorgenkind MAN fruchtet inzwischen das Sparprogramm. Die US-Marke Navistar wurde ebenfalls profitabler. In Südamerika fiel die Marge zwar, weil es wegen verschärfter Abgasrichtlinien im wichtigen Markt Brasilien Vorzieheffekte Ende 2022 gegeben hatte. Allerdings erwirtschaftete die kleinste Konzernsparte Volkswagen Truck & Bus nach wie vor eine höhere Rendite als MAN und Navistar.

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