Kooperation NXP und Rimac arbeiten an zentralisierter Fahrzeugarchitektur

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

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Halbleiterhersteller NXP und Rimac Technology wollen zukünftig gemeinsam eine zentralisierte Fahrzeugarchitektur für Software-definierte Fahrzeuge (SDV) entwickeln. Das haben beide Unternehmen bekanntgegeben.

Die gemeinsam von NXP und Rimac entwickelte Architektur konsolidiert über 20 Steuergeräte auf drei zentrale Einheiten.(Bild:  NXP)
Die gemeinsam von NXP und Rimac entwickelte Architektur konsolidiert über 20 Steuergeräte auf drei zentrale Einheiten.
(Bild: NXP)

Die Automobilindustrie arbeitet unter Hochdruck am Software-definiertem Fahrzeug (SDV). Von diesem Ansatz verspricht sich die Automobilbranche diverse Vorteile. SDV sollen nicht nur für eine verbesserte Flexibilität, Personalisierung und Sicherheit sorgen, sondern auch die Möglichkeit schaffen, Fahrzeugfunktionen während der gesamten Lebensdauer zu aktualisieren.

Um das SDV schnellstmöglich Realität werden zu lassen, bündeln immer mehr Unternehmen ihre Kräfte, wie nun NXP Semiconductors und Rimac Technology. Ziel der Partnerschaft ist die Entwicklung einer zentralisierten Fahrzeugarchitektur. Die gemeinsam entwickelte Lösung basiert auf den S32E2-Prozessoren des Halbleiterherstellers, die Teil der S32-Automotive Processing Plattform sind. Diese Plattform adressiert aktuelle und zukünftige Anforderungen an Konnektivität, Sicherheit und funktionale Sicherheit. Der S32E2 wurde speziell für deterministische Echtzeit-Domänen- und Zonensteuerung in Multi-Applikations-Umgebungen entwickelt.

Die von den Partnern entwickelte Architektur bietet eine benutzerfreundliche Plattform für die effiziente Integration verschiedener Fahrzeugapplikationen, wie Fahrdynamikregelung, Lademanagement, Energie- und Wärmemanagement sowie Body-Elektronik. Rimac Technology will die neue ECU-Plattform (Electronic Control Unit) zunächst im Bereich Hypercars einsetzen und plant die Skalierung in weitere Fahrzeugsegmente und alternative Mobilitätsbereiche.

Daten zur S32E2-Prozessorfamilie

Herzstück der neuen ECU-Plattform ist der S32E2-Prozessor, der die Zusammenführung von mehr als 20 ECUs in drei zentralisierten Einheiten ermöglicht. Der Baustein integriert acht Arm-Cortex-R52-Prozessorkerne mit Taktraten von bis zu 1 GHz, hochauflösende Analog-Digital-Wandler sowie Unterstützung für bis zu 64 MB nichtflüchtigen Speichern.

Die S32E2-Prozessorfamilie erfüllt die Anforderungen an die funktionale Sicherheit gemäß ISO 26262 ASIL D und bietet eine sichere und leistungsstarke Grundlage für SDV-Architekturen. Die integrierte Hardware Security Engine bietet zudem Funktionen wie Secure Boot, Schlüsselmanagement und umfangreiche Sicherheitsdienste.

Die S32Z2- und S32E2-Serien ergänzen NXPs S32-Automotive-Processing-Plattform und positionieren sich zwischen der S32K5-Mikrocontroller-Familie und den 5-nm-S32N-Prozessoren für hochintegrierte Echtzeitanwendungen. Der Halbleiterhersteller bietet Unterstützung für die Entwicklung auf Basis von S32E2-Prozessoren.

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