Ladeinfrastruktur Öffentliches Ladeangebot steigt

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Laut VDA wurde das öffentliche Ladenetz in Deutschland in der ersten Jahreshälfte um rund 17.000 Stationen erweitert. Der Netzausbau ist allerdings eher eine städtische Entwicklung – so findet sich in mehr als der Hälfte aller deutschen Gemeinden kein einziger öffentlicher Ladepunkt.

Aus Sicht des VDA läuft das Wachstum des Ladenetzes in Deutschland weiterhin zu langsam.(Bild:  sp-x)
Aus Sicht des VDA läuft das Wachstum des Ladenetzes in Deutschland weiterhin zu langsam.
(Bild: sp-x)

Fahrer von Elektroautos finden in Deutschland immer leichter einen öffentlichen Platz zum Stromtanken – mehr Tempo beim Ausbau der Ladeinfrastruktur ist aus Sicht des Verbands der Automobilindustrie (VDA) aber weiterhin geboten.

Zum 1. Juli dieses Jahres kamen auf einen öffentlichen Ladepunkt in Deutschland rund 21 Elektrofahrzeuge, wie der VDA am Montag mitteilte. Zum Jahresbeginn waren es demnach noch mehr als 23 E-Fahrzeuge.

97.500 Ladepunkte für zwei Millionen E-Pkw

Innerhalb der ersten sechs Monate dieses Jahres hat sich die Zahl öffentlicher Ladepunkte in Deutschland laut VDA um fast 17.000 auf rund 97.500 erhöht. Gleichzeitig waren zum 1. Juli in der Bundesrepublik rund zwei Millionen Elektro-Pkw registriert. Darunter fallen sowohl batterieelektrische Antriebe (BEV) als auch Plug-in-Hybride.

Vor allem bei den Schnellladepunkten geht es aufwärts. Im ersten Halbjahr kamen in Deutschland mehr als 5.300 von ihnen hinzu. Ihre Zahl lag zur Jahresmitte bei rund 18.500. Damit kamen 110 Elektroautos auf einen Schnellladepunkt.

VDA fordert schnelleren Ausbau

Doch das Wachstum ist aus Sicht des VDA weiterhin zu langsam. Das Ziel der Bundesregierung sieht bis 2030 bundesweit mindestens eine Million öffentliche Ladepunkte vor.

Um dieses Ziel zu erreichen, müsste sich das Ausbautempo dem Verband zufolge verdreifachen. „Die Menschen brauchen die Gewissheit, überall und zu jeder Zeit unkompliziert laden zu können, damit sie auf die E-Mobilität umsteigen“, teilte VDA-Präsidentin Hildegard Müller mit.

Große regionale Unterschiede

Hinzu kommen große Unterschiede in den einzelnen Regionen. Der VDA wertet die Verfügbarkeit von Ladepunkten auf Basis von Daten des Kraftfahrt-Bundesamts sowie der Bundesnetzagentur für Bundesländer, Landkreise und Städte aus.

Am besten schneidet dabei die Stadt Ingolstadt ab. Hier müssen sich lediglich rund vier Elektroautos einen öffentliche Ladepunkt teilen. Am wenigsten Tankmöglichkeiten gibt es in der Stadt Wiesbaden. Auf einen öffentlichen Ladepunkt kommen dort dem VDA zufolge 115 E-Pkw. Bei den Bundesländern steht Sachsen am besten da, das Saarland am schlechtesten.

Dem VDA zufolge gibt es in rund der Hälfte aller Gemeinden in Deutschland noch keinen einzigen öffentlichen Ladepunkt. Das sei „ernüchternd und verdeutlicht den politischen Handlungsbedarf“, sagte Müller.

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