Opel bringt neue AFL-Generation

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Die zweite Generation des "Adaptive Forward Lighting" debütiert Mitte 2008 im neuen Mittelklasse-Modell Insignia. Das "hochintelligente" Lichtsystem erkennt Straßen- und Lichtverhältnisse.

Mit dem "Adaptive Forward Lighing" (AFL) brachte Opel im Jahr 2003 das dynamische Kurvenlicht und das 90-Grad-Abbiegelicht in die Mittelklasse. Laut einer Mitteilung vom Freitag setzt die Rüsselsheimer Blitzmarke mit der zweiten, "noch intelligenteren" AFL-Generation jetzt ein weiteres Ausrufezeichen in der automobilen Lichttechnologie.

Stets optimale Lichtverteilung

Beim AFL II orientiert sich die Lichtverteilung der Scheinwerfer automatisch am jeweiligen Streckenprofil und an den vorherrschenden Sichtverhältnissen. Das System, das insgesamt neun Lichtfunktionen beinhaltet, soll im neuen Mittelklasse-Modell Insignia debütieren, das im Juli 2008 auf der London Motorshow seine offizielle Weltpremiere feiert.

Die neue AFL-Generation, die Opel gemeinsam mit dem Lichtspezialisten Hella entwickelt hat, basiert auf lichtstarken Bi-Xenon-Scheinwerfern. Deren Steuerelektronik erhält Informationen über Streckenprofil und Sichtverhältnisse durch eine Vielzahl von Fahrzeugsensoren. Die Software entscheidet, welche Lichtfunktion in der jeweiligen Fahrsituation angemessen ist. Entsprechend erteilt sie einen Befehl an einen Stellmotor und sorgt somit für die jeweils optimale Lichtverteilung.

Neun Lichtfunktionen im Überblick

Bei Geschwindigkeiten unterhalb von 50 km/h bietet das Stadtlicht bei reduzierter Reichweite eine breitere Lichtverteilung. Dadurch können Fußgänger am Fahrbahnrand besser erkannt werden.

Für Zonen, die ganz besondere Vorsicht beim Fahren erfordern, ist das Spielstraßenlicht gedacht, das bei Geschwindigkeiten zwischen fünf und 30 km/h aktiviert wird. Es lenkt den Lichtkegel beider Scheinwerfer zum jeweiligen Straßenrand und macht spielende Kinder so früher erkennbar.

Das Landstraßenlicht leuchtet den linken und rechten Fahrbahnrand heller und weiträumiger aus als konventionelles Abblendlicht. Es wird zwischen 50 und 100 km/h aktiviert.

Beim Autobahnlicht leuchtet ein Lichtkegel die Fahrbahn deutlich weiter aus und betont dabei auch stärker den linken Fahrbahnrand. Das Autobahnlicht schaltet sich bei Geschwindigkeiten ab 100 km/h automatisch ein.

Das Schlechtwetterlicht aktiviert sich bei Regen oder Schneefall, wenn der Regensensor Niederschlag feststellt oder der Scheibenwischer betätigt wird. Es variiert sowohl die Verteilung als auch die unterschiedliche Leistung des Lichts.

Das statische Abbiegelicht leuchtet den Bereich links und rechts des Fahrzeugs bis zu einem Winkel von 90 Grad aus und erleichtert so beispielsweise das Manövrieren in dunklen Einfahrten. Es wird bei Geschwindigkeiten von weniger als 40 km/h durch einen großen Lenkeinschlag beziehungsweise durch den Blinker aktiviert.

Das dynamische Kurvenlicht sorgt für eine bessere Ausleuchtung von Kurven. Beim Kurvenlicht leuchten die beweglichen Bi-Xenon-Scheinwerfer abhängig von Geschwindigkeit und Lenkeinschlag in einem Winkel von bis zu 15 Grad rechts und links zur Fahrtrichtung in die Biegung hinein.

Das Fernlicht ist auf volle Lichtleistung und Reichweite ausgelegt. Es strahlt nicht asymmetrisch, sondern leuchtet die Fahrbahn in voller Breite optimal aus, und zwar mit einer von 35 auf 38 Watt erhöhten Lichtleistung.

Der Fernlicht-Assistent schaltet automatisch das Fernlicht zur besseren Ausleuchtung der Fahrbahn ein und sorgt so für entsprechend gute Sicht. Die Kamera des Systems erkennt die Scheinwerfer oder Rückleuchten anderer Fahrzeuge und schaltet im Bedarfsfall automatisch von Fern- auf Abblendlicht um, um andere Verkehrsteilnehmer nicht zu blenden.