Opel Fricke wirbt mit Gesichtern statt mit Autos

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Um das jährliche Werbebudget von circa 60.000 bis 65.000 Euro (inkl. Agenturhonorar) so effizient wie möglich einzusetzen, erstellt Stefanie Fricke zu Jahresbeginn gemeinsam mit ihrer Agentur einen Plan, der gewährleisten soll, dass die Werbekontakte im Marktgebiet über das Jahr hinweg bezüglich Fläche und Zeit möglichst gleichmäßig generiert werden. Dabei fließt der Löwenanteil – laut Fricke um die 80 Prozent – noch immer in Printkampagnen. Diese Gewichtung wird sich aber allmählich verschieben, da das Autohaus nicht zuletzt in den Social-Media-Kanälen immer mehr Präsenz zeigt.

Auch im Eventbereich zahlte es sich zuletzt für Fricke aus, das Thema Eigenmarke in den Vordergrund zu rücken. So hatte man sich anlässlich einer Abendveranstaltung rund um die Einführung des neuen Opel Insignia zunächst komplett an das Marketingkonzept und die Gestaltungsvorlagen des Herstellers gehalten. Als jedoch nach zwei Wochen noch keine einzige Kundenanmeldung eingegangen war, änderte Stefanie Fricke den Plan. Sie engagierte eine aus der Region stammende ZDF-Moderatorin für den Abend und stellte zudem in der Einladung das Cateringangebot heraus. Außerdem investierte sie noch einmal in eine deutlich hochwertiger gedruckte Einladung.

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Spontane Planabweichung

Dann wurde nachtelefoniert. Allerdings nicht, wie von Opel vorgeschlagen, von der Geschäftsleitung. „Wenn die Verkäufer ihre Kunden, die sie gut kennen, anrufen und sie zu einem Bier und gutem Essen einladen, ist das doch viel authentischer, als wenn ich das mache, die mit vielen Kunden kaum etwas zu tun hat“, sagt die Unternehmerin. Dass die 100 Kunden, die schließlich zusagten, einen tollen Abend hatten, dafür sorgte unter anderem ein Akkordeon-Duo, das „Queen“-Hits interpretierte.

Natürlich sollen die Kunden auch im Betriebsalltag etwas von der Unternehmenskultur mitbekommen, die die neue Werbestrategie transportiert. Laut Stefanie Fricke nehmen die Kunden ihr Team als nett, aufgeschlossen und fröhlich wahr: „Wenn man hier durch die Tür kommt, spürt man eine warme Atmosphäre, die Menschen gehen gut miteinander um.“ Das gelinge sicherlich nicht immer. Aber wenn die Mitarbeiter sich wohlfühlen, sei das die wichtigste Voraussetzung dafür, dass die Kunden das Versprechen, das Fricke mit seinen sehr persönlichen Werbeaussagen macht, im Autohaus selbst erleben können.

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