Opel Grandland X: Zweieiiger 3008-Zwilling

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Die Sitzprobe im Grandland X überzeugt mit weiteren Qualitäten, die den Zwillingen gemeinsam sind. Das Raumgefühl, auch auf den hinteren Sitzen, ist beeindruckend. Drei Erwachsene sitzen kommod nebeneinander, haben dank des üppigen Radstandes reichlich Platz bis zur Rückwand der Vordersitze. Auch über dem Haupthaar bleibt eine gute Handbreit Luft. Der Kofferraum mit seinen 514 bis 1.652 Litern macht den Opel zum Familien- und Hobbyfreund, kann mit geräumigen Kompaktklasse-Kombis locker mithalten.

Nur Gemeinsamkeiten finden sich im Motorraum, wo sich Triebwerke made in France breitmachen dürfen, die sich in Sachen Hubraum bescheiden geben. Der Grandland X startet mit einem Dreizylinder-Benziner mit 1,2 Litern Hubraum und 96 kW/130 PS. Der 1,6-Liter Diesel (4 Zylinder) bringt es auf 88 kW/120 PS. Stärkere Herzen werden aber folgen. Alles andere als bescheiden dagegen die lange Ausstattungsliste. Optional gibt es beispielsweise einen Tempomaten mit Fußgängererkennung und Notbremsfunktion, eine Müdigkeitserkennung, einen Parkassistenten oder eine 360-Grad-Kamera. Auch Lenkradheizung, per Fußwackeln öffnende Heckklappe oder Voll-LED-Scheinwerfer sind zu haben.

Natürlich kommt das Basismodell für 23.700 Euro nicht mit diesen Feinheiten daher. Sie sind meist in Ausstattungslinien und Paketen versteckt oder müssen trickreich miteinander kombiniert werden. Wer den Verlockungen nicht widerstehen kann und einen voll ausgerüsteten Grandland X im eigenen Carport parken will, ist gut 35.000 Euro los. Bei Peugeot (ab 23.250 Euro) ist das ähnlich. Wobei die beiden Firmen darauf geachtet haben, dass die jeweiligen Kombinationen an Extras nicht vergleichbar sind. Was beim einen in Serie an Bord ist, muss beim anderen extra bezahlt werden. Ganz schön pfiffig.

Eines jedoch gibt es nicht gegen Geld und gute Worte: Da in Frankreich der Allradantrieb nicht so populär wie hierzulande ist, müssen sich auch die Opel-Käufer mit Frontantrieb begnügen. Anstatt dessen gibt es auf Wunsch eine elektronische Allrad-Simulation namens Intelli-Grip, die auf verschiedene Straßenzustände eingestellt werden kann und richtigem Gelände aber schnell an ihre Grenzen stößt.

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