Opel öffnet erneut die Abfindungskasse für Ingenieure

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Die Höhe der Zahlungen entspreche denen der ersten Abfindungsrunde, hieß es im Unternehmen. 2018 waren Abfindungen mit Grundbeträgen bis zu 275.000 Euro gezahlt worden. Damals hatten 3.700 Leute das Unternehmen verlassen.

Es bleibt damit zunächst unklar, wie viele der aktuell noch rund 6.400 Beschäftigten des Opel-Entwicklungszentrums tatsächlich zu Segula wechseln werden. An seinen Plänen eines eigenen Engineering-Campus in Rüsselsheim hält der Dienstleister fest. Der Weg zur erfolgreichen Umsetzung sei jetzt frei, sagte Deutschland-Chef Martin Lange am Mittwoch und verwies auf großes Interesse externer Kunden. Man wolle 2.000 Mitarbeitern eine langfristige Perspektive bieten.

Selbstverständlich könnten sich auch Opel-Ingenieure bewerben, die zuvor die Abfindung gewählt hätten, sagte eine Sprecherin. „Solche Abfindungsprogramme haben das Risiko, dass die Spitzenkräfte die Abfindungen nehmen und dann zu den Wettbewerbern wechseln“, sagte der Auto-Experte Ferdinand Dudenhöffer in einer ersten Einschätzung. Aus seiner Sicht seien Arbeitsplätze bei anderen Herstellern oder großen Zulieferern für die meisten Ingenieure attraktiver als ständig wechselnde Auftragsarbeiten. Im Rhein-Main-Gebiet wie auch im nahen Mannheim und Stuttgart seien viele potenzielle Arbeitgeber vorhanden.

Mit dem Schritt werde auch immer klarer, dass die grundlegende Opel-Technik in Zukunft von PSA kommen werde, während in Rüsselsheim nur noch wenige Aufgaben verblieben, meinte der Leiter des CAR-Instituts an der Universität Duisburg-Essen. Opel hatte stets darauf verwiesen, dass man das komplette Design der Opel-Autos sowie zusätzliche zentrale Aufgaben im PSA-Konzern wie beispielsweise die leichten Nutzfahrzeuge und die Brennstoffzellen-Technologie übernehme.

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