Opel verliert den Chefdesigner

Von Jens Meiners

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Der Abgang von Markenchef Karl-Friedrich Stracke und Entwicklungschefin Rita Forst ist noch längst nicht verdaut, schon platzt die nächste Katastrophenmeldung ins Haus.

(Foto:  GM)
(Foto: GM)

Erneuter Schlag für Opel: Wenige Tage vor seinem geplanten Antritt in Rüsselsheim muss der designierte Chefdesigner David Lyon den GM-Konzern verlassen. Der Amerikaner leitete zuletzt des Design der Marken Buick und GMC sowie das konzernweite Interieur-Design. Sein plötzlicher Abgang sendet Schockwellen durch den Konzern.

Lyon hatte sich nach Informationen des »kfz-betrieb«-Schwestermagazins »Automobil Industrie« fachlich intensiv auf seine neue Aufgabe vorbereitet; noch vor knapp zwei Wochen hatte er nicht nur zu einer gut besuchten Abschiedsfeier geladen, sondern wurde auch von GM-Designchef Ed Welburn offiziell in sein neues Amt verabschiedet. Am 1. August sollte er in Rüsselsheim den Stab von Mark Adams übernehmen, der in Zukunft das Design der Marken Cadillac und Buick leiten wird.

Vor wenigen Tagen muss es gekracht haben: Am vergangenen Donnerstag wurde Lyon vom Personaldirektor der GM-Designabteilung, Joseph Ofori-Agboka, zu einem wartenden Fahrzeug eskortiert. Am Freitagmorgen versandte Designchef Ed Welburn intern einen Einzeiler mit dem Inhalt: „Ab sofort ist David Lyon nicht mehr Mitarbeiter von General Motors.“ Die Art und Weise dieses Abgangs überrascht selbst Hartgesottene: „Eine Demission in dieser Form hat es bei GM noch nie gegeben“, sagt ein Insider.

Ein Opel-Sprecher bestätigte am Sonntag lediglich, dass Lyon nicht mehr für General Motors arbeite. Der scheidende Opel-Designchef Mark Adams bleibe neben seinen neuen Aufgaben in Detroit kommissarisch im Amt, bis ein Nachfolger gefunden ist. Die Suche nach diesem ist in vollem Gang – zu den Namen, die unter Insidern kursieren, zählen unter anderem die Opel-Designer Friedhelm Engler, Malcolm Ward und Liz Wetzel. Auch andere Namen aus dem GM-Konzern sind im Spiel. Der Zukauf eines externen Designers gilt als wenig wahrscheinlich – zu wichtig ist die Position bei der Rüsselsheimer Marke, die es nun abermals kalt erwischt hat.

Ein weiterer Opel-Sprecher bestätigte unterdessen auf Anfrage dieses Dienstes, dass auch Marketingleiter Thomas Owsianski den Hersteller verlässt. Nach Informationen der Mainzer „Allgemeinen Zeitung“ zieht es den Manager zu Skoda. Nähere Details zu den Umständen der Trennung oder auch zur Nachfolge konnte Opel am Montag noch nicht nennen.

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