Kfz-Sachverständigen Forum
Orientierung für den Sachverständigen
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Allrounder oder Spezialist – egal wie sich der Sachverständige aufstellt, er braucht in jedem Fall entsprechendes Know-how. Das wurde auf dem Kfz-Sachverständigen Forum in Würzburg deutlich.
Eigentlich sieht die Zukunft des Berufs Kfz-Sachverständiger gar nicht schlecht aus – mit dieser Meinung begrüßte der Präsident des Bundesverbands freiberuflicher und unabhängiger Sachverständiger für das Kraftfahrzeugwesen (BVSK), Dirk barfs, die Teilnehmer des Kfz-Sachverständigen Forums in Würzburg. Seine Begründung: Es gebe einen großen Bedarf an unabhängiger Expertise und dieser werde auch so schnell nicht entfallen. Allerdings werde es immer schwieriger qualifizierte Kolleginnen und Kollegen zu finden, die Willens und in der Lage seien, sich ständig weiter zu qualifizieren. „Das ist mittlerweile eine große Herausforderung für die Branche. Auch Gerichte suchen inzwischen fast händeringend nach öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen“, führte Barfs aus. Es würde immer schwieriger, Sachverständige dahingehend zu motivieren, sich öffentlich bestellen und vereidigen zu lassen. Dabei eröffne der Beruf dem qualifizierten Sachverständigen sehr viele Möglichkeiten – angefangen beim Oldtimer, über das automatisierte Fahren, die eventuelle Abnahme von Führerscheinprüfungen (dies ist das letzte Monopol der TÜVs und Dekra), Schadengutachten, Gerichtsgutachten bis hin zur Hauptuntersuchung.
Qualität, Unabhängikeit und Objektivität
Im Fokus des Sachverständigen müssten die Qualifikation, die Unabhängigkeit und die Neutralität beziehungsweise die Objektivität stehen. „Der Berufsstand Kfz-Sachverständiger wird heute von verschiedenen Seiten kritisch betrachtet. Was die Betrachter zu sehen glauben, hängt immer von der jeweiligen Perspektive ab“, führte Barfs aus. Beispielsweise würden die Versicherer gerne so wenig Schadensaufwendungen wie möglich bezahlen. Das sei nicht verwunderlich, denn sie würden sich schon seit langer Zeit in einem harten Verdrängungswettbewerb befinden. Vergleichsportale im Internet, wie Check24 machen den Markt transparent – für den Verbraucher zählt dann nur noch der Preis für die Versicherungsprämie. In der Regel werden Versicherungspolicen im Kfz-bereich heute über den Preis verkauft. „Was liegt in dieser Situation näher für die Versicherer, als bei den Schadenkosten zu sparen“, fragte Barfs.
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