Ostdeutsche Landesverbände gründen Tarifgemeinschaft

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Bereits am 7. Dezember 2004 hatten die Landesverbände des Kfz-Gewerbes Berlin-Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen die ordentliche Kündigung aller Tarifverträge ausgesprochen.

Die Landesverbände des Kfz-Gewerbes Berlin-Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen haben am Mittwoch in Möckern/Sachsen-Anhalt die "Tarifgemeinschaft Mitteldeutsches Kraftfahrzeuggewerbe" gegründet. Bereits am 7. Dezember 2004 hatten die ostdeutschen Landesverbände die ordentliche Kündigung aller Tarifverträge ausgesprochen. Außerdem hatten Landesverbände und Innungen ihre Tarifhoheit aufgegeben.

Wie das Kfz-Gewerbe Sachsen am Mittwoch bekannt gab, habe man die Kündigung vor allem wegen mangelnder Bereitschaft der IG Metall zur Flexibilisierung der Tarifverträge vorangetrieben. Eine anhaltend schlechte wirtschaftliche Situation habe viele Kfz-Betriebe von den Tarifverträgen abweichen lassen. Diesen Zustand der Rechtsunsicherheit habe man beenden wollen.

Mit der neu gegründeten Tarifgemeinschaft wolle man nun Verträge erzielen, die sich an der wirtschaftlichen Situation der Unternehmen orientieren. "Die Tarifgemeinschaft steht der IG Metall als Gesprächspartner für faire, flexible und anwendbare Tarifverträge zur Verfügung", sagte Arnold Kuttruff, der gewählte Vorsitzende der Tarifgemeinschaft, in Möckern.