Pensionsrückstellungen: Wie eine Innenfinanzierung

Von Rolf Klingor, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater

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Die betriebliche Altersvorsorge spielt eine wichtige Rolle – nicht nur für den Mitarbeiter, der zusätzliche Rentenansprüche aufbauen kann. Sondern auch für die Unternehmen, die darüber Steuern sparen können.

Die Rückstellungen helfen, Steuern zu sparen und Liquidität aufzubauen.(Bild:  ©nmann77 - stock.adobe.com)
Die Rückstellungen helfen, Steuern zu sparen und Liquidität aufzubauen.
(Bild: ©nmann77 - stock.adobe.com)

Es gibt unterschiedliche Formen der betrieblichen Altersvorsorge. Eine davon sind die Pensionszusagen, d. h., der Arbeitgeber verpflichtet sich, seinem Mitarbeiter eine regelmäßige Pension zu zahlen. In der Regel gilt das gemäß der Pensionszusage bzw. der betrieblichen Pensionsordnung ab dem 65. Lebensjahr des Mitarbeiters. Die Vertragspartner können aber auch ein anderes Alter wählen, ab dem die Pensionszahlung erfolgen soll.

Betriebliche Auswirkung einer Pensionsverpflichtung

Für eine Pensionsverpflichtung müssen die Unternehmen Rückstellungen bilden. Wie hoch diese sind, hängt davon ab, ob das Unternehmen seine Rechnungslegung nach dem deutschen Handelsgesetzbuch HGB, den International Financial Reporting Standards IFRS oder nach den United States Generally Accepted Accounting Principles US-Gaap erstellt. Die steuerlichen Werte einer Pensionsrückstellung müssen die Betriebe wiederum nach § 6a EStG ermitteln. Sie weichen daher in ihrer Höhe deutlich von den handelsrechtlichen Regelungen ab. Auf die jeweiligen Unterschiedsbeträge sind latente Steuern zu bilden.