Tesla Phishing-Gefahr am Supercharger

Von sp-x 1 min Lesedauer

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Der Diebstahl digitaler Daten ist zum Problem in vielen modernen Lebensbereichen geworden. Jetzt ist für Tesla-Fahrer eine weitere Gefahrenstelle hinzugekommen: die „Tesla Guest“-Netzwerke an den Ladesäulen.

An zahlreichen Supercharger-Stationen bietet Tesla freies W-Lan an. Gefäschte Netzwerke bieten ein Einfallstor, die Zugangsdaten abzufischen.(Bild:  Tesla Motors)
An zahlreichen Supercharger-Stationen bietet Tesla freies W-Lan an. Gefäschte Netzwerke bieten ein Einfallstor, die Zugangsdaten abzufischen.
(Bild: Tesla Motors)

Tesla-Fahrer müssen beim Einloggen in das W-Lan-Netz von Supercharger-Ladeparks vorsichtig sein, dass sie nicht versehentlich Daten verraten. Denn schon mit einfachsten Mitteln könnten Kriminelle die Fahrzeug-Passwörter und letztlich das komplette Auto stehlen. Wie das geht, haben die IT-Sicherheitsforscher Tommy Mysk und Talal Haj Bakry nun in einem Youtube-Video und ihrem eigenen Blog erläutert.

Mit Hilfe eines simplen Hardware-Tools haben sie nach eigenen Angaben neben einer Ladestation ein gefälschtes „Tesla Guest“-W-Lan-Netzwerk mit passender Website aufgezogen. Der US-Autohersteller stellt seinen Kunden an vielen Standorten unter dieser Bezeichnung kostenloses Internet für das Handy zur Verfügung, um die Wartezeit während des Ladens zu verkürzen. Loggt sich jemand mit seinen Zugangsdaten versehentlich in das gefälschte Netzwerk ein, können Kriminelle diese Daten auslesen und sich darüber Zugang zur Smartphone-App des Fahrzeugnutzers verschaffen. Dieses sogenannte „Phishing“ ist unter anderem von Online-Banking-Apps bekannt.

Über die gehackte App lässt sich bei Tesla nicht nur dauerhaft der Fahrzeugstandort nachverfolgen, sondern nach Angaben von Mysk auch ein digitaler Fahrzeugschlüssel kreieren. Wer diesen Zugang besitzt, kann das Auto zu einem beliebigen Zeitpunkt öffnen und starten. Die Sicherheitsforscher haben die Schwachstelle an Tesla gemeldet, das Unternehmen sähe jedoch keinen Grund zum Handeln, erklärt Mysk in dem Video. Sogenannte Phishing und Social-Engineering-Angriffe sind zudem nicht Teil von Teslas „Bug-Bounty“-Programm, mit dem das Aufdecken und Melden von Schwachstellen finanziell belohnt wird.

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