Point S übernimmt Automeister

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Die Reifenhandelskooperation Point S will im Kfz-Service wachsen. Dafür haben die Reifenfachhändler das Werkstatt-Konzept Automeister übernommen.

Die Reifenhandelskooperation Point S hat das Werkstatt-Systemkonzept Automeister übernommen. An der Positionierung des Kfz-Franchise-Systems und den Verträgen der Werkstätten soll nach der Übernahme nichts verändert werden, teilte Point S mit.

"Wir werden Automeister als unabhängige Marke neben Point S im Markt weiterführen", sagte Ralf Maurer, Geschäftsführer für Marketing und Vertrieb der Point S Deutschland GmbH. Hintergrund des Einstiegs der Reifenkooperation bei Automeister ist der strategische Ansatz, in den Point-S-Betrieben des Kfz-Service zu stärken. Der Zugriff auf den Technik-Außendienst von Automeister und die eingekaufte Technik-Kompetenz sollen helfen, "die Point-S-Gesellschafter beim Aufbau ihres Autoservice-Geschäftes zu unterstützen", erläuterte Maurer.

Die Franchise-Verträge der zurzeit bundesweit 79 Automeister-Betriebe sowie der 15 Werkstätten im Ausland bleiben unverändert bestehen. Die Langener Automeister-Systemzentrale, hinter der bisher der Aftermarket-Spezialist LuK stand, wird allerdings in den Point-S-Firmensitz in Ober-Ramstadt integriert werden. Vorteile für die Automeister-Werkstätten sieht Maurer in der Stärkung ihres Reifengeschäfts, günstigeren Einkaufskonditionen, den Erfahrungen von Point S im Flottengeschäft sowie in der Unterstützung durch ein zentrales Marketing mit 300 Millionen Werbekontakten.

Point S ist eine seit knapp 25 Jahren bestehende Kooperation freier Reifenfachhändler. Der Marktanteil der gut 750 angeschlossenen Unternehmen im Reifenersatzmarkt liegt den Angaben zufolge über zehn Prozent. Eine direkte Konkurrenzsituation zwischen Point-S- und Automeister-Betrieben sei nur in seltenen Fällen gegeben.