ZDK-Präsident „Es kann nicht Aufgabe des Handels sein, den Förderstopp auszugleichen“

Von Doris S. Pfaff 6 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Die politischen Vorzeichen für die Kfz-Branche sind 2024 aus Sicht von Arne Joswig kaum erfreulich. Der Präsident des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) fordert eine „langfristige Förderkulisse“ für E-Autos – und sieht hier auch die Hersteller in der Pflicht. Daneben ist der Fachkräftemangel ein Fokusthema.

ZDK-Präsident Arne Joswig setzt seinen eingeschlagenen Kurs fort und möchte die Schlagkraft des Zentralverbands erhöhen und diesen durch ein Miteinander auf allen Ebenen auch effizienter gestalten.(Bild:  ProMotor)
ZDK-Präsident Arne Joswig setzt seinen eingeschlagenen Kurs fort und möchte die Schlagkraft des Zentralverbands erhöhen und diesen durch ein Miteinander auf allen Ebenen auch effizienter gestalten.
(Bild: ProMotor)

Wegen des plötzlichen Stopps des Umweltbonus endete das Jahr 2023 für den Autohandel mit einem Paukenschlag. Worauf müssen sich die Betriebe des Kfz-Gewerbes in diesem Jahr einstellen?

Arne Joswig: Die politischen Vorzeichen für das Autojahr 2024 sind wenig erfreulich: Das abrupte Ende des Umweltbonus hat das Vertrauen in eine nachvollziehbare und rationale Politik der Bundesregierung zur Förderung der Elektromobilität massiv beschädigt. Außerdem wird die CO2-Abgabe erhöht und belastet die Autofahrerinnen und Autofahrer an den Zapfsäulen. Diese negativen Signale sowie die große Auftragslücke aus 2023 werden zu einem weiteren deutlichen Rückgang bei den Pkw-Neuzulassungen und insbesondere von Elektrofahrzeugen führen.