Porsche Viele Produkteinführungen fordern Hersteller und Händler

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Nach guten Ergebnissen im Jahr 2023 blickt Porsche nur verhalten positiv auf das laufende Jahr. Neben äußeren Unsicherheiten muss die Premiummarke einen gestaffelten Produktanlauf managen. Zudem will Porsche den Grundstein legen für neue Erlösquellen.

Porsche hat für 2024 eine umfassende Agenda, vor allem aber stehen vier Produkteinführungen bevor.(Bild:  Porsche AG)
Porsche hat für 2024 eine umfassende Agenda, vor allem aber stehen vier Produkteinführungen bevor.
(Bild: Porsche AG)

Porsche setzt sich angesichts vieler Modellwechsel in diesem Jahr nur vorsichtige Ziele bei der angestrebten Profitabilität. Dabei lief das Jahr 2023 trotz weiterer Lieferkettenstörungen, starker Inflation und hohen Investitionen gut für die Volkswagenkonzerntochter. Porsche steigerte 2023 den Gewinn und hielt die Umsatzrendite im Tagesgeschäft stabil, wie die Stuttgarter am Dienstag in Stuttgart mitteilten. „2024 starten wir eine beispiellose Produktoffensive", sagte Vorstandschef Oliver Blume laut Mitteilung.

In diesem Jahr bringt Porsche neue Versionen vom Panamera und dem Elektrosportwagen Taycan sowie den lange erwarteten vollelektrischen Macan auf den Markt. Zudem startete bereits spät im Jahr 2023 der neue Cayenne, das meistverkaufte Modell der Zuffenhausener. Auch der Sportwagenklassiker 911 wird im Frühsommer aufgefrischt.

Porsche hatte bereits angedeutet, dass die zeitversetzten und gestaffelten Produktanläufe herausfordernd sein würden. Mittel- und langfristig halte Porsche an seinen Rendite-Ambitionen fest, sagte Finanzchef Lutz Meschke laut Mitteilung. Porsche visiert in der mittleren Frist 17 bis 19 Prozent Marge an, langfristig soll sie sogar auf über 20 Prozent getrieben werden.

Um das zu schaffen, hatte Porsche vor rund einem Jahr ein neues Ergebnisprogramm aufgesetzt. „Wir nehmen auch hier viel Geld in die Hand, um neue Erlösquellen zu erschließen“, sagte Meschke. Dazu gehören den Angaben zufolge besonders exklusive Angebote und Services.

Schwung aufnehmen für 2025

Dass Porsche ein Übergangsjahr bevorstehe, sei den Investoren bekannt, hieß es von Analysten. Das vierte Quartal sei besser ausgefallen als gemeinhin gedacht, schrieb Analyst Philippe Houchois von der Investmentbank Jefferies. Der Ausblick allerdings bleibe etwas hinter den Erwartungen zurück. JP-Morgan-Experte Jose Asumendi äußerte sich ähnlich. Er rechnet mit einem deutlichen Anziehen der Ergebnisse im zweiten Halbjahr und dann mit vollem Schwung im kommenden Jahr. Schon dieses Jahr dürften Preiserhöhungen zum Tragen kommen. Nach Ansicht von Goldman-Sachs-Analyst George Galliers konzentriert sich Porsche auf erfolgreiche Modellanläufe und die Qualität für die Kunden.

Die operative Umsatzrendite erwartet das Management um Blume 2024 in einer Bandbreite von 15 bis 17 Prozent. Das wäre weniger als die im Vorjahr bei 18 Prozent stabil gehaltene Marge und auch weniger, als sich Analysten zuvor ausgerechnet hatten. Beim Umsatz geht Porsche von 40 bis 42 Milliarden Euro aus. 2023 hatte das Unternehmen auch dank eines Auslieferungsanstiegs um gut drei Prozent beim Erlös 40,5 Milliarden Euro erwirtschaftet und damit knapp acht Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Porsche will in der Produktion vor allem weiter flexibel bleiben und Verbrenner, Hybride und Vollelektroautos gleichzeitig bauen können. Vergangenes Jahr stieg der Anteil vollelektrischer Fahrzeuge um 1,5 Prozentpunkte auf 12,8 Prozent an. Mitte des Jahrzehnts sollen perspektivisch ein vollelektrischer 718 hinzukommen sowie ein Elektro-SUV, das über dem Cayenne positioniert ist und damit hohe Verkaufspreise liefern soll.

Im vergangenen Jahr stieg der Gewinn nach Steuern um knapp 13 Prozent auf 5,16 Milliarden Euro. Die Dividende soll von 1,01 Euro auf 2,31 Euro je Vorzugspapier zulegen. Die Vorzugsaktien sind zu rund einem Viertel im freien Streubesitz, der Rest gehört dem Volkswagen-Konzern. Die Stammaktionäre - derzeit ausschließlich der Wolfsburger Autoriese sowie die VW-Dachholding Porsche SE der Eigentümerfamilien Porsche und Piech – bekommen 2,30 Euro Dividende je Schein.

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