Porsche-Händler unzufrieden mit Renditen

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Wichtig für die Investitionen ist auch die Rentabilität des Geschäfts. Wie zufrieden sind die Porsche-Partner derzeit?

Mit Umsatzrenditen von durchschnittlich 1,3 Prozent wie 2013 können wir nicht zufrieden sein. Erträge auf dieser Höhe sind nicht das, was wir brauchen, um die Rentabilität der Investitionen zu gewährleisten. Die Umsatzrendite hat sich – auch wegen des hohen Kostenlevels – in die falsche Richtung entwickelt. Für die Porsche-Händler ist das nicht akzeptabel. Porsche Deutschland strebt eine durchschnittliche Umsatzrendite der Händler von 2,0 Prozent an. Ob sich die Renditen in diese Richtung entwickeln, wird das zweite Halbjahr zeigen. Wenn sich der Erfolg des Macan und der anderen Modellreihen nicht auf dem prognostizierten Niveau stabilisiert, besteht die Gefahr, dass wir auch weiter unterhalb der Marke von zwei Prozent landen. Dann könnte die Rechnung für Händler mit Investitionen von mehreren Millionen Euro nicht in der erwarteten Dimension aufgehen.

Wie lässt sich die derzeitige Geschäftsqualität mit der Marke Porsche insgesamt beschreiben?

Die Produktpalette der Porsche AG ist durchweg attraktiv im Sinne überdurchschnittlicher Kundenbegehrlichkeit. Dies schlägt sich in den Absatzzahlen nieder. Die Modellreihe Macan hat sich quantitativ wie qualitativ auf hohem Niveau etabliert. Der von Ihnen angefragte „Gesamtblick“ lässt sich deshalb wie folgt beschreiben: Der Geschäftsverlauf wird verhalten optimistisch eingeschätzt, falls sich die wirtschaftliche Gesamtlage in Deutschland auf stabilem Niveau fortsetzt.

Ist es für die Porsche-Händler mit den Ausgaben für die Standortmodernisierung getan?

Die Investitionen in die Standorte alleine werden nicht ausreichen. So muss zum Beispiel das Personal fortlaufend geschult werden. Die Elektromobilität wird in einem Maße an Bedeutung gewinnen, wie sich mancher dies heute noch nicht ausmalen kann. Auch bei Porsche werden ständig neue Produkte hinzukommen. Dies erfordert qualifiziertes Personal, um das wir uns selbst kümmern müssen. Die Notwendigkeit von Investitionen setzt sich für uns also permanent fort. Auch deswegen benötigen wir Umsatzrenditen jenseits der Zwei-Prozent-Marke.

Und auch im Bereich des Online-Vertriebs dürften Investitionen nötig sein.

Hier dürfen wir nicht stehenbleiben und müssen weiter investieren, und zwar unter intensiver und sachkundiger Mitwirkung des Herstellers. Investitionen sind hier sowohl in Sachen Technik nötig als auch mit Blick auf das Personal. Alle Fabrikate arbeiten an ihrer Online-Präsenz. Unter Berücksichtigung der spezifischen Bedürfnisse der Marke Porsche müssen wir alle Online-Aspekte mit höchster Intensität aufbereiten und kundenadäquat organisieren.

Die Bauoffensive der Porsche-Händler ist „Thema der Woche“ im »kfz-betrieb«, Ausgabe 33/34. Lesen Sie dort mehr über die Investitionen und die Erwartungen der Partner.

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