Porsche Macan: Auch für Quertreiber

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Der 3,0-Liter Biturbo-V6 im Macan S (250 kW/340 PS) entstammt der neuen Motorenriege, die bereits im Panamera verwendet wird und dort als Downsizing-Maßnahme die meisten V8 ersetzt hat. Auch ihn gibt es im Macan ab 57.930 Euro. Vorläufiger Top-Motor ist ein neuer 3,6-Liter-Biturbo mit 294 kW/400 PS und 550 Newtonmetern, die ab 1.350 Umdrehungen bereit stehen. Hier wird das Konto um mindestens 79.826 Euro entlastet.

Was die V6-Ottos angeht, spricht Porsche von angewandtem Downsizing. Gegenüber dem ursprünglich vorgesehen V8 sollen die Sechszylinder bei besserem Drehmoment um rund ein Fünftel sparsamer sein. Beide Benziner kommen theoretisch mit knapp unter neun Litern Superplus aus. Allerdings wohl nur, wenn man die dynamischen Möglichkeiten nicht nutzt, dafür aber im Sinne des vorrausschauenden Fahrens vor Ampeln rechtzeitig den Fuß vom Gas nimmt, damit das Fahrzeug mit stehendem Motor ausrollen kann.

Überhaupt zieht Porsche alle Register zur Effizienzsteigerung. Dabei spielt das Segeln, also dass Rollen mit ausgekuppeltem Motor, keine kleine Rolle. Weil der Macan schwerer ist als ein Elfer, rollt er vor allem bergab eben auch länger und schneller, segelt also besser.

Weil der Macan nicht nur ein Sportwagen, sondern eben auch ein SUV sein soll, haben ihm die Techniker ähnliche Geländeeigenschaften anerzogen wie seinem großen Bruder Cayenne. Hat man die für solche Einsätze sehr empfehlenswerte aber optionale Luftfederung an Bord, hebt sich die Karosse nach Betätigung der Offroad-Taste um 4 Zentimeter an und schafft so das gewisse Mehr an Bodenfreiheit, das den Unterschied zwischen Durchkommen und Hängenbleiben ausmachen kann. Steigungen, steile Abfahrten oder kippelige Schräglagen machen dem Macan nichts. Die Luftfederung sorgt sogar für ein erstaunliches Maß an Komfort, was übrigens auch für die schnelle Runde auf dem Testparcours gilt.

Porsche Macan: SUV für Sportbegeisterte
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Bodenwellen werden weggebügelt, das Fahrwerk rumpelt nicht über Unebenheiten, dafür muss man in der Comfort-Stellung in Kauf nehmen, dass sich der Macan etwas mehr in die Kurve legt, ohne dabei wesentlich von seiner Dynamik einzubüßen. Diese Einstellung wird im Alltag sicher eine größere Rolle spielen als die sportliche ohne jeden elektronischen Helfer, die Tester und Beifahrer das Grinsen ins Gesicht brachte.

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