Kfz-Gewerbe Rheinland-Pfalz Positionspapier an Verkehrsminister Schnieder überreicht

Von Doris S. Pfaff 2 min Lesedauer

Mit einem eigenen Positionspapier schlugen Vertreter des Kfz-Gewerbes Rheinland-Pfalz in Berlin auf. Die Teilnahme am ZDK-Neujahrsgipfel nutzten sie für ein Gespräch mit dem Bundesverkehrsminister.

Das Kfz-Gewerbe RLP zu Gast im Ministerium für Digitales und Verkehr, v. l.: Jeffrey Kilian, Patrick Schnieder, Hans Werner Norren und Jens Bleutge.(Bild:  Sebastian Woithe/BMV)
Das Kfz-Gewerbe RLP zu Gast im Ministerium für Digitales und Verkehr, v. l.: Jeffrey Kilian, Patrick Schnieder, Hans Werner Norren und Jens Bleutge.
(Bild: Sebastian Woithe/BMV)

Eine Delegation des Kfz-Gewerbes Rheinland-Pfalz hat ihren Aufenthalt anlässlich des ZDK-Neujahrsgipfels in Berlin zu einem eigenständigen Gespräch im Bundesministerium für Digitales und Verkehr genutzt. Am 27. Januar trafen die Vertreter aus Rheinland-Pfalz Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder, um ihm persönlich ihre Anliegen vorzutragen – eine Aufgabe, die sie seit ihrem Austritt aus dem ZDK zum Jahresbeginn in eigener Verantwortung wahrnehmen.

„Wir brauchen verlässliche politische Leitplanken, damit Betriebe und Verbraucher die Transformation im Straßenverkehr sicher, bezahlbar und praxistauglich bewältigen können. Unser Positionspapier zeigt konkrete Lösungen auf, die Verkehrssicherheit stärken, Elektromobilität alltagstauglich machen und unnötige Bürokratie abbauen“, sagte Hans Werner Norren, Präsident des Kfz-Gewerbes Rheinland-Pfalz, bei dem Austausch.

Im Mittelpunkt des überreichten Positionspapiers steht die Forderung nach verlässlichen Rahmenbedingungen für Investitionen in neue Technologien, Qualifizierung und Infrastruktur. Besonders drängt der Verband auf einheitliche, möglichst EU-weit festgelegte Kalibrierungsstandards für Fahrassistenzsysteme (FAS). Mängel sollten laut Verband ausschließlich von akkreditierten und zertifizierten Kfz-Betrieben behoben werden dürfen, um Sicherheit und Qualität zu gewährleisten.

Antriebsbatterien müssen reparierbar bleiben

Auch bei der Elektromobilität sieht das Kfz-Gewerbe Rheinland-Pfalz Handlungsbedarf. Antriebsbatterien sollten möglichst reparierbar bleiben, um teure Austauschvorgänge zu vermeiden. Dafür müssten Hersteller Betrieben die nötigen technischen Informationen und einen standardisierten Zugang zu Diagnose- und Updatefunktionen bereitstellen.

Darüber hinaus fordert der Verband bezahlbaren Ladestrom, einfachen Zugang zur Ladeinfrastruktur ohne „App-Dschungel“ und den beschleunigten Ausbau des Stromnetzes. Förderprogramme sollten laut Norren auch den Gebrauchtwagenmarkt einbeziehen und langfristig planbare Investitionssicherheit schaffen.

Beim Thema Informationspflichten bei CO₂- und Verbrauchsangaben plädiert das Kfz-Gewerbe für weniger Bürokratie: Statt mehrfacher Angaben solle künftig der öffentlich zugängliche DAT-Leitfaden als zentrale Informationsquelle genügen. „Mehrfach über die gleichen Werte zu informieren, ist völlig unsinnig. Der Verordnungsgeber muss dieses bürokratische Ungetüm nun endlich auf ein vernünftiges, auch für den Verbraucher handhabbares Maß reduzieren“, so Norren weiter.

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