Porsche-Sparkurs Prämie für Mitarbeiter halbiert sich

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Die Krise der deutschen Autobauer macht vor Porsche und dessen Mitarbeitern nicht halt. Weil der Gewinn in die Tiefe rauscht, gibt es weniger zu verteilen. Die Jahresprämie für die Mitarbeiter sinkt spürbar.

Bei Porsche läuft es nicht mehr rund. Jetzt halbiert sich die jährliche Sonderzahlung für die Mitarbeiter.(Bild:  Porsche AG)
Bei Porsche läuft es nicht mehr rund. Jetzt halbiert sich die jährliche Sonderzahlung für die Mitarbeiter.
(Bild: Porsche AG)

Nach dem Gewinneinbruch beim Sportwagenbauer Porsche fällt auch die Prämie für Mitarbeiter deutlich niedriger aus. Für das Jahr 2024 haben Vorstand und Betriebsrat eine freiwillige Sonderzahlung in Höhe von bis zu 5.250 Euro brutto vereinbart, wie eine Unternehmenssprecherin mitteilte. Die Prämie hat sich damit fast halbiert: 2023 gab es bis zu 9.690 Euro.

Die Kürzung ist Teil eines unternehmensweiten Ergebnisprogramms. So sollen unter anderem die Kosten der Volkswagen-Tochter gesenkt werden. „Angesichts der herausfordernden Geschäftslage von Porsche werden auch die Bonuszahlungen im Management deutlich geringer ausfallen“, hieß es.

Die Mitarbeiterprämie wird den Angaben nach mit dem April-Gehalt ausgezahlt. Erhalten sollen die Sonderzahlung alle Beschäftigten an deutschen Standorten, die fest bei der Porsche AG und Tochtergesellschaften angestellt sind. Dazu gehören auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Porsche-Werks in Leipzig. Insgesamt geht es um mehr als 28.000 Beschäftigte.

Porsche-Personalvorstand Andreas Haffner teilte dazu mit: „Die freiwillige Sonderzahlung fällt zwar niedriger aus als in den vergangenen Jahren. Sie honoriert aber immer noch unsere starke Teamleistung in einem sehr herausfordernden Umfeld.“ Den Bonus gibt es bei Porsche seit 1997. 

Gewinneinbruch und Sparprogramm

Der Hersteller von Sport- und Geländewagen aus Stuttgart-Zuffenhausen hatte erst in der vergangenen Woche einen deutlichen Gewinneinbruch gemeldet. Der Konzernüberschuss sackte im Jahresvergleich um 30,3 Prozent auf rund 3,6 Milliarden Euro ab. Ursächlich dafür waren unter anderem das schlecht laufende China-Geschäft und hohe Kosten für die Erneuerung von mehreren Modellreihen. Der Umsatz fiel um 1,1 Prozent auf gut 40 Milliarden Euro.

Bereits zuvor hatten sich das Management um Porsche-Chef Oliver Blume und der Betriebsrat auf ein Sparprogramm geeinigt: Bis 2029 sollen in der Region Stuttgart rund 1.900 Stellen wegfallen. Auch 2.000 Verträge von befristet Beschäftigten wurden oder werden nicht verlängert. Damals war auch ein Deckel für den Mitarbeiterbonus angekündigt worden.

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