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Gute Argumente für einen Wechsel
Was man unter den erwähnten „Lebensdauerfüllungen“ versteht, definieren die Automobilbauer unterschiedlich. Bei manchem Hersteller bedeutet dies nur, dass der Erstkäufer keinen Ölwechsel machen muss. Die „Lebensdauer“ wird hier mit gerade einmal 120.000 Kilometern angesetzt. „Außerdem bedeutet Lebensdauerfüllung nicht, dass ein regelmäßiger Ölwechsel nicht dazu beitragen kann, die Lebensdauer des Aggregats zu verlängern“, betont der Fuchs-Manager.
Die Alterung eines Schmierstoffes geschieht nicht schlagartig, sondern sukzessive über einen langen Zeitraum. Leider kann weder der Fahrzeughalter noch die Werkstatt die verbleibende Qualität des Öls bestimmen. Ein guter Grund für Fahrzeughalter, aber auch für die Werkstätten, das Getriebeöl zu wechseln.
D. h. ein Ölwechsel ist also technisch wie wirtschaftlich sinnvoll. Analog zu den guten Gründen für den Tausch des Motoröls haben Werkstätten auch bei Getrieben und Achsantrieben gute Argumente, die einen Wechsel rechtfertigen – Stichwort Kurzstreckenverkehr:
- Im Kurzstreckenverkehr sind die Anteile von Kaltbetrieb (also mit Öl unter Betriebstemperatur) deutlich höher als im Langstreckenverkehr. Das Getriebeöl muss in Temperaturbereichen arbeiten, in denen die Öladditive noch nicht oder nur gering aktiviert sind.
- Durch häufiges Aufwärmen und Abkühlen des Getriebegehäuses nimmt das Getriebeöl aufgrund der sogenannten „Getriebeatmung“ über die Gehäuseentlüftung Wasser auf. Dieses kann aufgrund der geringen Temperaturen nicht wieder restlos verdampfen.
- Kurzstreckenverkehr (d. h. das Fahren in kleinen Gängen) bedeutet höhere Durchgangsmomente im Antriebsstrang. Das führt zu einer höheren Beanspruchung der Verschleißschutzbestandteile im Getriebeöl.
Auch Spritsparpotenzial
Im Gegensatz dazu kommt im Langstreckenverkehr das Getriebe stets auf seine korrekte Betriebstemperatur, d. h. die Getriebeöladditive können wirken, eingedrungenes Wasser kann verdampfen. Zusammengefasst: Die Reserven eines Getriebeöls können im Kurzstreckenverkehr deutlich früher erschöpft sein als bei einem Langstreckenfahrzeug.
Ein weiterer Aspekt, der für den Getriebeölwechsel spricht, ist das Spritsparpotenzial, das in modernen Ölen für Getriebe und Achsantriebe steckt. So lässt sich laut Fuchs mit der richtigen Kombination des Motoren-, Schalt- und Achsgetriebeöles eine Kraftstoffersparnis von fünf Prozent realisieren. Und das bedeutet auch bis zu fünf Prozent weniger CO2-Emissionen – den mitdenkenden und vorausschauenden Fahrer vorausgesetzt.
Somit bieten moderne Getriebeöle zum einen die Möglichkeit, Probleme an Schalt- und Automatikgetrieben bzw. Achsantrieben zu kurieren. Zum anderen ermöglichen sie zusätzliche Serviceumsätze im Kfz-Betrieb – frei nach dem Motto „Geteilte Freude ist doppelte Freude“.
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