R & S Mobile: Groß, aber ein Familienunternehmen

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Krause legt bei R & S Wert auf eine offene Kommunikationskultur: „Der Mann im Lager muss wissen, was der Verkäufer für Probleme hat und umgekehrt.“ Regelmäßige Besprechungen sollen dazu beitragen. Und wenn dort etwas beschlossen wird, setzt man es sofort um, damit keine Frustration entsteht. Wenn ein Kunde ins Haus kommt, soll er merken, dass die Mitarbeiter gut miteinander auskommen und sich respektieren.

R & S will seinen Angestellten eine Karriere im eigenen Haus ermöglichen. Unter den Azubis werden regelmäßig die besten übernommen, Führungspositionen werden, wenn möglich, intern besetzt. Kommen neue Mitarbeiter von außen, achtet Krause darauf, „dass die Chemie stimmt“. Fluktuation gibt es kaum. „Da müsste einer goldene Löffel klauen, damit er hier raus muss. Und freiwillig geht auch keiner so schnell“, ist der Geschäftsführer überzeugt.

Greifbare Geschäftsführung

Wichtig sind ihm flache Hierarchien und eine Geschäftsführung, die greifbar ist und „nicht den Eindruck macht, über den Dingen zu stehen“, so Krause. „Hier kommt auch ab und zu der Wagenwäscher rein und sagt: „Chef, kann ich dich mal sprechen?“ Zu dieser Offenheit gehört für R & S auch, dass jeder Mitarbeiter weiß, wie es dem Unternehmen geht. Alle können bei der Geschäftsführung die aktuellen Zahlen einsehen. Auch eine transparente Planung gehört für Krause dazu: „Alle müssen wissen, wo wir hinwollen. Nur ein Mitarbeiter, der weiß, für wen oder was er arbeitet, macht seinen Job gern.“

Wichtig für die Mitarbeitermotivation ist dem Geschäftsführer das Entlohnungssystem. Jeder, der mit Kunden in Kontakt kommt, wird leistungsgerecht entlohnt – nicht nur die Verkäufer. „Wer dazu beiträgt, dass der Kunde im Haus bleibt, erhält seinen Obolus dafür“, erklärt Krause.

Im Außenauftritt betont R & S gerne den persönlichen Kontakt und stellt zum Beispiel in der Anzeigenwerbung die Mitarbeiter in den Mittelpunkt. So will man bei den Kunden Sympathie wecken. „Ich finde es wichtig, dass der Kunde ein persönliches Verhältnis zu seinem Händler hat“, sagt Krause. Auch das Image ist ihm wichtig. „Wir wollen unsere Kompetenzen zeigen und den Kunden vermitteln, was er bei uns ums Auto herum bekommen kann.“ Zu R & S gehört zum Beispiel eine eigene Leasinggesellschaft, ein Ford-Karosserie-Spezialbetrieb mit eigenem Lackierwerk, ein Karosserie- und Tuning-Zentrum, ein großes Ersatzteil- und Zubehörzentrum und eine eigene Autovermietung.

Gute Kontakte zum Hersteller

Ein großer Vorteil für R & S ist die Nähe des Stammsitzes zu den Ford-Werken. So konnte schnell ein besonders enges und vertrautes Verhältnis zum Hersteller entstehen. Man kennt nicht nur die direkten Ansprechpartner, sondern pflegt gute Kontakte zu fast allen leitenden Angestellten und „vielen Leuten, die am Band arbeiten“ – auch dadurch, dass R & S den Fahrzeugverkauf an die Ford-Mitarbeiter abwickelt. „Wir haben tagtäglich mit den Leuten zu tun, daher ist ein sehr persönlicher Kontakt entstanden“, berichtet Krause. Er ist sehr zufrieden mit der Marke. Nicht nur die Zusammenarbeit funktioniert gut. „Modellpalette, Preise und Programme stimmen auch, die Fahrzeuge kommen gut bei den Kunden an“, resümiert der Geschäftsführer.

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Auch bei Hyundai fühle man sich wohl. Seit 2003 ist die koreanische Marke bei R & S im Programm. Krause lobt die gute Kommunikation, die kurzen Wege und die schnellen Entscheidungen. „Die Stückzahlen könnten etwas besser sein, aber wir sind ja noch nicht so lange dabei“, zeigt sich der Geschäftsführer zuversichtlich.

Expansionspläne hat R & S keine. Zwar wäre das Unternehmen in der Lage, sich zu vergrößern, der Fokus liegt jedoch darauf, „das, was wir haben, zusammenzuhalten“, erläutert Krause. Von zu schneller Expansion hält er nichts: „Man kann sich auch tot wachsen.“ Sollte sich die Gelegenheit jedoch ergeben, zum Beispiel durch die Insolvenz eines Händlers in der Nachbarschaft, so werde man sicher darüber nachdenken.?

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