Wintertest El Prix 2026 Reichweitenkönig hat die größten Verluste

Von sp-x 2 min Lesedauer

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Der Winter scheint vorbei – Zeit, Bilanz zu ziehen. In der kalten Jahreszeit zeigte sich wieder die Achillesferse der Elektromobilität, die Anfälligkeit für Reichweitenverluste bei Kälte. In Norwegen mussten sich 24 E-Modelle einem harten Test unterziehen.

Der Lucid Air Grand Touring AWD kommt laut WLTP auf eine Reichweite von 960 Kilometern. Unter Winterbedingungen bleiben davon im Test „El Prix“ nur gut 50 Prozent übrig.(Bild:  Lucid Motors)
Der Lucid Air Grand Touring AWD kommt laut WLTP auf eine Reichweite von 960 Kilometern. Unter Winterbedingungen bleiben davon im Test „El Prix“ nur gut 50 Prozent übrig.
(Bild: Lucid Motors)

Der norwegische Automobilclub NAF (Norges Automobil-Forbund) hat erneut seinen legendären Elektroauto-Wintertest „El Prix“ durchgeführt. Wie das Fachmagazin „Motor.no“ berichtet, führte die Route wie gewohnt von Oslo über Lillehammer weiter nach Norden. Die Rahmenbedingungen waren während des jüngsten Tests außergewöhnlich hart: Zeitweise sanken die Temperaturen auf bis zu minus 30 Grad Celsius – deutlich kälter als in den Vorjahren. Entsprechend stark fielen bei den 24 teilnehmenden Elektrofahrzeugen die Reichweitenverluste aus.

Die Diskrepanz zwischen der WLTP- und der realen Reichweite ist bei E-Autos regelmäßig ein Thema, insbesondere in der Winterzeit. Auch der ADAC hatte im vergangenen Winter 14 E-Modelle getestet – und Diskrepanzen von 40 bis 69 Prozent ermittelt. Der ADAC fordert daher realistische Angaben zu Winterreichweiten, insbesondere für längere Autobahnfahrten.

Die größte absolute Distanz legte der Lucid Air Grand Touring AWD zurück. Mit seinem 117-kWh-Akku kam das US-Modell auf 520 Kilometer. Gegenüber der WLTP-Reichweite von 960 Kilometern entspricht das einem Minus von 46 Prozent. Damit zählt der Lucid zugleich zu den Fahrzeugen mit den höchsten relativen Einbußen. Gleichauf liegt der Opel Grandland, der statt 484 nur 262 Kilometer schaffte, also ebenfalls ein Verlust von 46 Prozent einfuhr.

Die zweitgrößte Reichweite erzielte der Mercedes CLA 350 4-Matic AWD. Der 85-kWh-Stromer kam auf 421 Kilometer statt der nach WLTP angegebenen 709 Kilometer, was einer Einbuße von 41 Prozent entspricht. Auf Rang drei folgte der Audi A6 Sportback E-Tron Quattro mit 95-kWh-Akku. Er erreichte 402 Kilometer gegenüber 653 WLTP-Kilometern, ein Minus von 38 Prozent.

Hyundai Inster mit stabiler Reichweite

Am unteren Ende des Feldes landete der Suzuki E-Vitara AWD. Mit seinem 61-kWh-Akku waren statt der versprochenen 396 Kilometer lediglich 224 Kilometer möglich, was einem Verlust von 41 Prozent entspricht und zugleich zur kürzesten gefahrenen Distanz im gesamten Test führte. Dahinter folgt der KGM Musso AWD, der mit 81 kWh 264 von angegebenen 379 Kilometern schaffte, was einer vergleichsweise moderaten Einbuße von 31 Prozent entspricht. Reichweitenzwerg war zwar der Hyundai Inster FWD, der mit seinem 49-kWh-Akku immerhin 256 Kilometer erzielte und damit lediglich 29 Prozent unter der WLTP-Angabe von 360 Kilometern blieb.

Damit zählt der Inster zu den Modellen mit den geringsten relativen Reichweitenverlusten und liegt in dieser Wertung im vorderen Ranking. Ebenfalls positiv schnitt der MG6S EV AWD (77 kWh) ab, der 345 statt 485 Kilometer erreichte und ebenfalls nur 29 Prozent einbüßte. Knapp dahinter folgt der MG IM6 AWD mit 100-kWh-Akku, der 352 von 505 Kilometern schaffte und somit 30 Prozent unter dem WLTP-Wert blieb.

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