Reifen richtig wuchten
Jährlich kommen Räder und Reifen hinzu, deren Abmessungen immer größer und ausgefallener werden. Die Wuchtmaschinen müssen mit den Reifen-Neuentwicklungen Schritt halten.
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Immer wieder verlangen Neuentwicklungen auf dem Reifenmarkt nach angepassten Geräten in der Werkstattausrüstung. Jährlich kommen Räder und Reifen hinzu, deren Abmessungen immer größer und ausgefallener werden. War vor wenigen Jahren noch eine 15-Zoll-Bereifung der Standard, so ist dieser mittlerweile bei 16- bis 17-Zoll angelangt. Sogar Reifengrößen bis 21-Zoll sind keine Seltenheit mehr.
Der Reifenmarkt wurde auch um Neuheiten wie Räder mit Notlaufeigenschaften erweitert. Bei diesen Rädern sind zwei verschiedene Systeme zu unterscheiden: Reifen mit verstärkten Flanken und Notlaufräder mit Stützring.
Um die Servicearbeiten rund um Reifen und Rad auch künftig fachgerecht, effizient und qualitativ hochwertig durchzuführen, benötigen Kfz-Betriebe modernstes Arbeitsgerät.
Das Gerät erfasst automatisch Raddaten für den Abstand und den Durchmesser mittels eines Messarms. Das Split-Programm ermöglicht das Platzieren der Gewichte hinter den Speichen, ohne dass man deren Anzahl eingeben muss.
Durch die platzsparende Radschutzhaube kann man die Maschine auch direkt an der Wand aufstellen.
Eine Neuheit von Rema ist die mobile Lkw-Wuchtmaschine Probalance 7910. Handbetrieben und rollbar ergänzt sie das mobile Programm in der Werkstattausrüstung.
Modernste Elektronik
Das Unternehmen Nussbaum setzt bei seinen BM-Wuchtmaschinen modernste Elektronik ein. Durch die bedienerfreundliche Software können auch ungeübte Anwender ohne besondere Fachkenntnisse mit den Geräten arbeiten. Alle Maschinen verfügen über Programme für Stahl- und Alu-Felgen, für PAX- und Motorradräder. Darüber hinaus stehen dem Anwender bei jedem Modell 20 Speicherplätze zur Verfügung, mit denen er die Einstellwerte der gängigsten Räder erfassen und nach Bedarf abrufen kann. Abgerundet wird das Nussbaum-Wuchtmaschinenprogramm durch die Standardfunktionen Matchen und Splitten.
Bei der Rad-Auswuchtmaschine Geodyna von Snap-on/Hofmann-Werkstatt-Technik wird das Rad mit der Power-Clamp auf die Maschine gespannt. Dies geschieht vorzugsweise mit einem Wechselflansch, der als Zubehör erhältlich ist. Der Vorteil dieses Systems ist, dass es das Rad präzise aufspannt, was eine wichtige Voraussetzung für jeden Auswuchtvorgang ist.
Ein spezieller Messarm führt den Bediener zur vorgeschlagenen Position des Klebegewichts und arretiert an dieser Stelle. Das in der Klemmeinrichtung fixierte Klebegewicht kann der Mechaniker sicher platzieren. Sobald der Bediener den Messarm bewegt, beleuchtet eine Halogenlampe die Innenseite der Felge. Der Nutzer kann dadurch die Position der Klebegewichte punktgenau bestimmen und seine Arbeit über einen Spiegel verfolgen.
44-Zoll-Reifen
Um den Reifen einen guten Rundlauf zu geben, bietet der Werkstattausrüster Carcon die elektronische Wuchtmaschine WB 640 an. Sie ist mit einem LCD-X-VGA-Monitor mit 3D-Grafik ausgestattet. Dies erleichtert es, die Daten abzulesen sowie die abzuwickelnden Arbeitsschritte zu kontrollieren. Das Bedienerprogramm ermöglicht es, dass sich bis zu drei Anwender auf der Maschine personalisieren können. Die große Radabdeckung erlaubt das Wuchten von Reifen bis zu einem Durchmesser von 44 Zoll.
Das Unternehmen Corghi hat die Radauswuchtmaschine Blue Light im Programm. Sie bietet drei Highlights: eine Sensorenbildschirmschnittstelle, berührungslose Messtechnik und das Blue-Light-Gewichtssteuerungssystem.
Die Sensorenbildschirmschnittstelle garantiert dem Benutzer maximale Interaktivität: Der Anwender kommuniziert mit der Auswuchtmaschine über den Sensorenbildschirm und kann somit Parameter in Echtzeit ändern.
Die berührungslose Messtechnik ermittelt die Radabstände und die geometrischen Dimensionen des Rades mit Kameras und Lasersensoren.
Die Blue-Light-Steuerung leuchtet die Felgeninnenseite aus und ermöglicht dem Bediener, unter allen Lichtbedingungen Bilder mit hoher Auflösung anzusehen.
Modell für Einsteiger
Mit der elektronischen Radauswuchtmaschine Wheel B30 bietet Maha eine Maschine für Einsteiger an. Mit ihr können Werkstätten neben den Standardprogrammen wie statischem und dynamischem Wuchten auch Matchen, Feinwuchten und Kalibrieren durchführen.
Die im niedersächsischen Großburgwedel beheimatete Haweka bieten eine neue Generation von Wuchtmaschinen an: Die Securo-Serie, besteht aus den Maschinen Securo946 K/P, Securo975 K/P und Securo 985 P.
Das Topmodell, die Securo985 P erfasst nach dem Aufspannen und Schließen des Radschutzes automatisch alle Raddaten. Die statische und dynamische Unwucht wird gemessen, die Ausgleichspositionen werden bestimmt und die Anzahl und Positionen der Speichen ermittelt, um Klebegewichte versteckt anzubringen. Die Maschine bietet dem Anwender einen hochauflösenden TFT-Flachbildschirm, eine berührungslose Dateneingabe, eine automatische Wahl der Gewichteplatzierung sowie eine Bestimmung der Ausgleichsebenen aus einer internen Datenbank. Das Gerät ist ASA-netzwerkfähig und hat eine elektromechanische Spannvorrichtung.
Die Modelle Securo946 und Securo975 verfügen beide über ein Motorrad-Wuchtprogramm, übernehmen eigenständig den Abstand, den Felgendurchmesser und die Felgenbreite und haben für die Platzierung der Klebegewichte einen Clip am Abstandsarm. Zu der Grundausstattung der beiden Maschinen gehören eine automatische Bremse nach Messablauf, eine Wellenblockade, eine Gewichtsaufteilung für „hinter Speichen kleben“, eine geschlossene Radschutzhaube und eine eigenständige Positionierung der linken Innenseite nach dem Messlauf.
Die beiden Wuchtmaschinen sind sowohl in einer „K-Version“ für einen herkömmlichen konischen Maschinenanschluss, als auch in einer „P-Version“ für einen Maschinenanschluss mit elektro-mechanischer Spannvorrichtung erhältlich.
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