Autojahr Bremen und Bremerhaven Rekordzahlen und Zweifel an E-Mobilität

Von Doris S. Pfaff 3 min Lesedauer

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Die Kfz-Betriebe in Bremen und Bremerhaven legten für das vergangene Autojahr neue Rekordzahlen vor. Der Gesamtumsatz lag bei knapp zwei Milliarden Euro und die Marge bei über drei Prozent. Trotzdem zeigten sich der Landesverband und die Innung Bremen nur verhalten optimistisch.

Stellten gemeinsam die Jahresbilanz des Kfz-Gewerbes Niedersachsen-Bremen vor (v. l.): LV-Geschäftsführer Christian Metje, Präsident Karl-Heinz Bley, Obermeister Hans Jörg Koßmann (Innung Bremen) und Geschäftsführerin Anke Kuckertz.(Bild:  Zietz – VCG)
Stellten gemeinsam die Jahresbilanz des Kfz-Gewerbes Niedersachsen-Bremen vor (v. l.): LV-Geschäftsführer Christian Metje, Präsident Karl-Heinz Bley, Obermeister Hans Jörg Koßmann (Innung Bremen) und Geschäftsführerin Anke Kuckertz.
(Bild: Zietz – VCG)

Rekordumsätze und Zahlen, wie sie die Branche seit der Coronapandemie nicht mehr gesehen hat: Der Gesamtumsatz im bremischen Automarkt ist auf knapp 2 Milliarden Euro gestiegen, der Umsatz im Kfz-Gewerbe auf 1,6 Milliarden. Allein um 18 Prozent legte das Geschäftsfeld Service zu – es setzte mehr als 261 Millionen Euro um. Die Werkstattauslastung lag 2023 gar bei rund 90 Prozent. Der Neuwagenhandel steigerte seinen Umsatz um 30 Prozent auf 554,5 Millionen Euro. Die Marge lag etwas über drei Prozent.

Auch die Ausbildung legte zu, allerdings nur bei den Kfz-Mechatronikern. Hier konnte die Zahl der Ausbildungsverträge um 13,6 Prozent gesteigert werden. Bei den Automobilkaufleuten sank die Zahl dagegen erneut, diesmal um 6,7 Prozent. Grund dafür ist die Umgestaltung der Branche und die Neugestaltung der Vertriebsstrukturen. „Die Stimmung im Autohandel ist schlecht. Viele junge Leute sehen im Autoverkauf nicht ihre Zukunft“, sagte Obermeister Hans Jörg Koßmann.