Renault Hamburg auf Wachstumskurs

Von Christoph Baeuchle

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Die Renault-Niederlassung Hamburg will weiter wachsen und investiert rund zwei Millionen Euro in zwei Standorte. Das hilft langfristig, schafft jedoch kurzfristig zunächst einige Herausforderungen.

Thomas Pilling, Geschäftsführer der Renault-Niederlassung Hamburg.(Foto:  Renault)
Thomas Pilling, Geschäftsführer der Renault-Niederlassung Hamburg.
(Foto: Renault)

Die Renault-Niederlassung Hamburg will 2016 weiter kräftig wachsen. Bereits im vergangenen Jahr hat die Niederlassung ihren Umsatz von 64 Millionen auf mehr als 82 Millionen Euro gesteigert. Unterm Strich schrieb die Niederlassung wieder schwarze Zahlen.

Allein beim Neuwagenabsatz legten die Erlöse im vergangenen Jahr um mehr als 18 Prozent zu. Dafür verkaufte die Niederlassung an ihren Standorten mehr als 2.850 Neuwagen, ein Plus von rund 450 Stück. Hinzu kommen der Absatz von 2.400 Gebrauchten sowie sieben Millionen Ersatzteile.

An die positive Entwicklung will Geschäftsführer Thomas Pilling auch im laufenden Jahr anknüpfen. Dazu sollen sowohl die neuen Produkte als auch der Anfang des Jahres übernommene Billstedter Standort Schultz & Sohn beitragen. „Mit unserem neuen, vierten Standort wollen wir weiter wachsen“, kündigt Pilling an.

Zu den genauen Wachstumsplänen äußert er sich nicht. Samt neu erworbenem Standort rechnet er mit einem Plus im zweistelligen Prozent-Bereich, ohne den Billstedter Betrieb erwartet er ein einstelliges Plus. Das von Renault Deutschland angestrebte zweistellige Wachstum kann die Niederlassung entsprechend nicht mitgehen.

Das hat einen Grund: Die Hamburger Niederlassung baut in diesem Jahr ihren Hauptstandort in Othmarschen um und führt die aus Brühl vorgegebenen Konzepte Air und Store ein. Dafür investiert sie rund 1,1 Millionen Euro. „Wir arbeiten fünf Monate im eingeschränkten Geschäftsbetrieb“, erläutert Pilling. Der eigentliche Showroom, der bis Ende Juni geschlossen ist, wird durch einen kleinen Behelfsraum ersetzt. Bereits im vergangenen Jahr führte die Niederlassung die Konzepte bei den beiden kleineren Standorten ein.

Auch der neu erworbene Standort in Billstedt soll auf den aktuellen Stand kommen. Hier investiert die Niederlassung weitere 700.000 Euro. Damit sieht sich Pilling gut aufgestellt: „Mit den vier Standorten decken wir das gesamte Stadtgebiet ab, so dass kein Kunde länger als 20 Minuten zu einem Betrieb braucht.“ Eine weitere Expansion durch Zukäufe sei nicht geplant.

Stattdessen will Pilling mit dem Renault-Portfolio wachsen. Mégane und Talisman seien gut angelaufen.„Den Kadjar haben wir das erste volle Jahr.“ Plus Kleinwagen als Basisgeschäft. Von den von vielen Händlern beklagten Lieferschwierigkeiten beispielsweise beim Clio sieht sich Pilling weniger betroffen. „Wir können auf den Gesamtpool des Niederlassungsnetzes zurückgreifen“, so der Geschäftsführer. Je nach Kundenwunsch komme es jedoch bei einzelnen Modellen zu Verzögerungen.

Im Niederlassungsnetz der Franzosen ist Hamburg der kleinste Standort : 2014 trug die Niederlassung mit einem Umsatz von rund 64 Millionen Euro gut ein Zehntel zu den Gesamterlösen von 521 Millionen Euro bei. Nach jahrelangem Rückgang erzielte das Netz 2014 die Umsatzwende und konnte die Erlöse wieder steigern. Zwar konnte die Renault Retail Group Deutschland die Verluste 2014 gegenüber dem Vorjahr deutlich verringern, blieb aber dennoch in den roten Zahlen.

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