Renault richtet Dacia-Corner ein

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Renault plant nach Aussage von Firmenvertretern derzeit kein eigenes Händlernetz für die Tochtermarke Dacia. Derartige Überlegung entbehrten jeder Grundlage.

Renault Deutschland wird nach derzeitigen Planungen so gennante Dacia-Corner in den Vertriebsräumen der Renault-Händler einrichten. Über genauere Pläne wurde bisher noch nichts bekannt. Überlegungen einer Trennung des Dacia-Vertriebs vom Renault-Händlernetz erteilte der Importeur eine Absage.

Vor kurzem waren Branchengerüchte bekannt geworden, dass der Dacia-Vertrieb künftig aus der Renault-Vertriebsstruktur herausgelöst werden solle. Auf Anfrage von »kfz-betrieb ONLINE« verdeutlichte ein Sprecher der Renault Deutschland AG, dass Meldungen über 19 Dacia-Autohäuser in Frankreich "jeder Grundlage entbehren". Weder in Deutschland noch in anderen westeuropäischen Ländern plane der Konzern, ein eigenes Dacia-Netz aufzubauen.

Richtig sei allerdings, dass Renault Deutschland die Präsentation der Dacia-Modelle in den Autohäusern verbessern wolle. Dazu sollen bei den Händlern die Dacia-Corner entstehen. Über den Zeitpunkt des Starts wurde allerdings bisher nichts bekannt. Gegen die Überlegung, den Vertrieb von Renault- und Dacia-Modellen zu trennen, spreche auch, dass der neu auf den Markt gekommene Sandero die Bezeichnung "by Renault" am Heck trage, sagte der Renault-Sprecher.

Wirtschaftlich sei ein eigenes Dacia-Netz gar nicht darstellbar, heißt es aus dem Handel zu den Gerüchten. Die Margen der Dacia-Modelle seien dafür zu gering. Zudem hatte Jacques Rivoal, Vorstandsvorsitzender der Renault Deutschland AG, erst kürzlich betont, mit dem deutschen Dacia-Vertrieb zufrieden zu sein. Mit 164 Vertragspartnern und 300 Standorten seien im ersten Halbjahr 10.500 Dacia verkauft worden.