VW-Beteiligung Rivian erhält nach Profitabilitätsschub weitere Milliarden

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Die Beteiligung des Volkswagenkonzerns am US-Autobauer Rivian scheint auf einem guten Weg. Der Elektrospezialist hat die Verluste deutlich reduziert, VW will nun weitere Gelder investieren.

Rivian nähert sich der Profitabilität. Nun gibt es mehr Geld vom Volkswagenkonzern.(Bild:  Rivian)
Rivian nähert sich der Profitabilität. Nun gibt es mehr Geld vom Volkswagenkonzern.
(Bild: Rivian)

Der Elektroauto-Hersteller Rivian hat mit dem Erreichen eines Gewinnziels die Voraussetzung für eine Investition von Volkswagen in Höhe von einer Milliarde Dollar erfüllt. Die Geldspritze werde zum 30. Juni erwartet, teilte Rivian mit. Auslöser ist, dass die Elektroauto-Firma im zweiten Quartal in Folge einen Bruttogewinn schaffte. Volkswagen hatte im vergangenen Jahr zugesagt, bis zu 5,8 Milliarden Dollar in Rivian zu investieren.

Volkswagen bekommt durch die Kooperation Zugang zur Elektronik-Architektur von Rivian und erhofft sich davon Hilfe bei der Lösung seiner Software-Probleme. Rivian verschaffen die Milliarden aus Deutschland Luft, um zum kommenden Jahr die Produktion eines günstigeren Modells hochzufahren, das die Verkäufe steigern soll.

Die Rivian-Kooperation ersetzt ein Stück weit die bisherigen Aktivitäten der VW-eigenen Software-Division Cariad. Laut einem Bericht der Wirtschaftszeitung Handelsblatt Cariad den Konzern seit der Gründung im Jahr 2020 insgesamt 14 Milliarden Euro gekostet. Nicht eingerechnet sind die Kosten durch verschobene Produktanläufe. Promineste Beispiele sind die Modelle Audi Q6 und Porsche Macan, die zwei Jahre später auf den Markt gekommen sind als geplant. Nach einer Analyse von McKinsey kostete das dem Sportwagenhersteller etwa drei Milliarden Euro.

Sorgen wegen der US-Zollpolitik

Aktuell sorgt jedoch die Unsicherheit nach dem Zoll-Rundumschlag von Präsident Donald Trump für Gegenwind. Rivian senkte das Auslieferungsziel für dieses Jahr auf 40.000 bis 46.000 Fahrzeuge. Noch vor gut einem Monat war die bisher angepeilte Spanne von 46.000 bis 51.000 Wagen bestätigt worden. Rivian baut bisher einen großen SUV, einen Pickup und einen Lieferwagen, der von Amazon eingesetzt wird.

Rivian-Chef RJ Scaringe rechnet damit, dass die Importzölle die Kosten pro Auto in diesem Jahr um „ein paar Tausend Dollar“ erhöhen werden. Über 2025 hinaus sei es schwierig, eine Größenordnung zu nennen, sagte er in einer Telefonkonferenz mit Analysten.

Hoffen auf günstigeres Modell

Hinzu komme, dass die Verbraucher durch die Unsicherheit auch beim Autokauf preisbewusster agierten, betonte Scaringe. Und mit den aktuellen Modellen sei Rivian im vergangenen Quartal auf einen durchschnittlichen Verkaufspreis von 88.500 Dollar gekommen. „Die Größe dieses Marktes ist eingeschränkt.“ Deshalb setzte Rivian stark auf das künftige Modell R2 zum Preis ab 45.000 Dollar.

Im vergangenen Quartal blieb der Umsatz von Rivian mit gut 1,2 Milliarden Dollar auf Vorjahresniveau. Den Verlust reduzierte die kalifornische Firma auf 541 Millionen Dollar von 1,445 Milliarden Dollar im Jahr zuvor.

(ID:50411399)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung