Rosier betreibt Blockheizkraftwerke

Redakteur: Markus Lauer

Die Rosier-Gruppe hat einen weiteren Schritt auf dem Weg zum „Grünen Autohaus“ vollzogen: Das Unternehmen betreibt am Stammsitz in Menden zwei Blockheizkraftwerke.

Anbieter zum Thema

Das BHKW fährt 24 Stunden volle Auslastung.
Das BHKW fährt 24 Stunden volle Auslastung.
(Foto: Rosier)

Die Rosier-Gruppe Menden hat einen Schritt auf dem Weg zum „Grünen Autohaus“ vollzogen: Pünktlich zum Beginn der Wintersaison 2012/13 nahm das Unternehmen im November am Stammsitz in Menden zwei Blockheizkraftwerke (BHKW) in Betrieb. „Nach den ersten drei Monaten können wir ein positives Fazit ziehen“, sagt Geschäftsführer Heinrich Rosier. „Das System fährt 24 Stunden volle Auslastung, senkt unsere Energiekosten und entlastet dabei die Umwelt.“ Bereits Anfang vergangenen Jahres hatte Rosier eine Solarthermieanlage installiert und damit den Grundstein für mehr Ressourceneffizienz gelegt.

Das neue Energiesystem arbeitet nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung: Die bei der Stromerzeugung der Kraftwerke entstehende Wärme wird hauptsächlich als Prozesswärme für die Spritzlackiererei des Unternehmens genutzt und spart somit herkömmlichen Brennstoff ein.

Ölverbrauch merklich reduziert

Mit ihren zwei Lackierkabinen und der Trockenkammer zählt die Lackiererei zu den größten Energieverbrauchern (Öl, Strom) des Betriebes, denn für die hochwertigen Lackierarbeiten müssen konstant Temperaturen zwischen 70 und 80 Grad vorherrschen. Die neuen BHKW erzeugen zusammen 80 Kilowatt Wärme, die tagsüber mit Hilfe eines Wärmetauschers als Heißluft in die Trockenkammern gelangt. „Dank dieser neuen Technik können wir unseren Ölverbrauch in den Wintermonaten jetzt stark reduzieren und in den Sommermonaten sogar komplett auf Null herunterfahren“, erklärt Hendrik Hille, Leiter der Abteilung Baumanagement der Rosier-Gruppe.

Überschüssige Energie der Kraftwerke kann außerdem die Heizungsanlage unterstützen oder für die Warmwasseraufbereitung der Duschen und der Kantine eingesetzt werden. Hierzu wurde im Betrieb eine Nahwärmeleitung verlegt, worüber weitere Gebäude wie die Mercedes-Benz-Werkstatt, das Lager, die Fahrzeugaufbereitung, eine Ausstellungshalle sowie die Verwaltung in den Nachtstunden versorgt werden. „Auf diese Weise erzielen wir eine Rund-um-die-Uhr-Auslastung der BHKW und verringern unsere Energiekosten nochmals um etwa 30 Prozent“, so Hendrik Hille, der das Projekt maßgeblich mit Hilfe seines Haushandwerker-Teams, der Firma JC-Energy aus Tübingen und lokalen Handwerksunternehmen umsetzen konnte. Der von den BHKW zeitgleich erzeugte Strom von 40 Kilowatt wird dabei zu 100 Prozent im eigenen Haus verbraucht.

Autohaus-Gruppe mit dem „Ökoprofit-Siegel“ ausgezeichnet

Das Thema Energiesparen und Umweltschutz ist Rosier bereits seit Jahren ein Anliegen: So wurde die Autohaus-Gruppe 2004 mit dem „Ökoprofit-Siegel“ für Klimaschutz ausgezeichnet, das dem Unternehmen einen nachhaltigen und effizienten Umgang in punkto Stromverbrauch und Müllentsorgung bescheinigt.

(ID:38724050)