Bilanz zur Elektroprämie Run auf die Fördertöpfe

Von Nick Luhmann 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Einen regelrechten Run auf den Umweltbonus verzeichnete das Kfz-Gewerbe Hessen zum Jahresende. Die seit 2023 geltenden Änderungen seien deshalb ein falsches Signal und würden sich negativ auf den Hochlauf der Elektromobilität auswirken, glaubt Präsident Jürgen Karpinski.

Ab 2023 gibt es weniger staatliche Prämie für Elektrofahrzeuge. Das führte zu einem besonders hohen Anstieg der Förderanträge beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) im vergangenen Jahr.(Bild:  BAFA)
Ab 2023 gibt es weniger staatliche Prämie für Elektrofahrzeuge. Das führte zu einem besonders hohen Anstieg der Förderanträge beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) im vergangenen Jahr.
(Bild: BAFA)

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hatte im Dezember des vergangenen Jahres alle Hände voll zu tun. 23.433 (Vormonat: 8.884) Umweltboni mussten genehmigt werden, um möglichst allen Antragstellern die volle staatliche Förderung zukommen zu lassen. Das große Plus von 163,8 Prozent zeige, dass der Run auf die Fördertöpfe groß war, konstatiert das Kfz-Gewerbe Hessen.

Jürgen Karpinski, Präsident des Kfz-Landesverbandes Hessen, sagte zur aktuellen BAFA-Statistik, der Run auf die staatlichen Fördertöpfe komme nicht überraschend, habe aber eine unerwartet große Dimension. Dies schlage sich auch im Jahresergebnis nieder.

2021 seien für Hessen rund 60.000 Innovationsprämien bewilligt worden. Die Bilanz des Jahres 2022 weise ein Plus von 40,8 Prozent aus. Dies entspreche 93.819 Förderungen der elektrischen Mobilität. Insgesamt habe der hessische Markt nun 170.724 Umweltboni erhalten.

Karpinski verwies auf den Anteil der rein batteriebetriebenen Fahrzeuge (BEV). Dieser habe im Dezember fast 51 Prozent betragen. Der Anteil der Plug-in-Hybride sei bei 49,3 Prozent und lasse erkennen, „was uns und der Umwelt in diesem Jahr“ fehlen würde. Denn seit 1. Januar 2023 gilt eine neue Regelung; Plug-in-Hybride (PHEV) werden nicht mehr gefördert, und für rein elektrische Fahrzeuge gibt es ebenfalls weniger Förderung.

Aber gerade der Wegfall der PHEV-Förderung sei ein falsches Signal für die Elektromobilität und die Mobilitätswende, denn Hybride „sind der Einstieg vieler Kunden in die Elektromobilität“. Man schaue nun gespannt auf die ersten Kennziffern des Jahres 2023 für die „neue Innovationsprämie“, so Karpinski.

(ID:49019372)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung