Versicherungswirtschaft Rund 10 Millionen Änderungen durch Regionalklassenanpassung

Von SP-X 1 min Lesedauer

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In der Großstadt ist die Kfz-Versicherung in der Regel teurer, auf dem Land günstiger. Das hat auch mit den Regionalklassen zu tun, die sich nun wieder ändern.

Das höchste Schadensaufkommen entstand wie in den Vorjahren in Hessen und Nordrhein-Westfalen sowie allgemein in Großstädten. Dort haben die Werkstätten meist mehr zu tun. (Bild:  SP-X)
Das höchste Schadensaufkommen entstand wie in den Vorjahren in Hessen und Nordrhein-Westfalen sowie allgemein in Großstädten. Dort haben die Werkstätten meist mehr zu tun.
(Bild: SP-X)

Bei gut zehn Millionen Autos ändert sich spätestens im kommenden Jahr die Regionalklasse in der Kfz-Haftpflichtversicherung. Knapp 5,3 Millionen Halter können von einer günstigeren Einstufung profitieren, bei 5 Millionen weiteren führt eine höhere Klasse wohl zu höheren Beiträgen. Für rund 32 Millionen Autofahrer ändert sich nichts, wie der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft (GDV) mitteilt, der jedes Jahr die Regionalklasse auf Basis der Unfallstatistiken anpasst.

Das höchste Schadensaufkommen entstand wie in den Vorjahren in Hessen und Nordrhein-Westfalen sowie allgemein in Großstädten. Dort herrscht viel Verkehr, entsprechend häufig kommt es zu Unfällen und Beschädigungen.

Offenbach hinten, Elbe-Elster vorn

Die schlechteste Gesamtbilanz haben Offenbach und Berlin, wo die Schäden um fast 40 Prozent über Bundesdurchschnitt liegen. Vergleichsweise ruhig geht es in den eher ländlichen Bundesländern Brandenburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern zu. Die Autos im Bezirk Elbe-Elster in Brandenburg verursachen im Schnitt besonders geringe Haftpflichtschäden, liegen in dieser Beziehung um 30 Prozent unter Bundesschnitt.

Außer in der Haftpflicht ändern sich auch die Regionalklasse in der Voll- und Teilkaskoversicherung. Dort erhalten 2,5 Millionen Versicherte eine günstigere Einstufung, 2,1 Millionen werden hochgestuft. Bei 33,4 Millionen ändert sich nichts.

Sinkende Kosten nicht garantiert

Die Regionalklassen sind für die Versicherungen unverbindlich, werden aber in der Regel von ihnen genutzt. Allerdings sind sie nur eine der Komponenten, aus denen sich die Höhe der Versicherungsraten ergibt. Neben dem Wohn- beziehungsweise Zulassungsort spielen unter anderem das Fahrzeug und der Halter selbst eine wichtige Rolle.

So können die Versicherungskosten etwa durch größere Schadensfreiheitsrabatte für einzelne Autofahrer trotz höherer Regionalklasse im kommenden Jahr unterm Strich auch sinken. Gleichzeitig ist eine bessere Einstufung keine Garantie für niedrigere Kosten.  

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